Am 31. Januar 1865 verabschiedete der Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika den 13. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten (auf englisch The Thirteenth Amendment to the Constitution of the United States of America) zur Abschaffung der Sklaverei. Er wurde daraufhin den Bundesstaaten zur Ratifizierung vorgelegt. Am 18. Dezember 1865 hatten 27 der damals 36 Gliedstaaten den 13. Verfassungszusatz ratifiziert.
Es würden jedoch mehr als 100 Jahre vergehen, ehe auch Kentucky und Mississippi den Text ratifizieren würden, nachdem sie ihn 1865 abgelehnt hatten. Mississippi unterzeichnete am 16. März 1995 als letzter Bundesstaat der Vereinigten Staaten den Verfassungszusatz.
1995! Das ist erst 15 Jahre her!
Während die meisten von uns das Thema Sklaverei eher aus Filmen und Geschichtsbüchern kennen, ruft diese runde Jubiläumszahl uns in Erinnerung, dass politische Gleichstellung alles andere als selbverständlich und mancherorts längst nicht so weit fortgeschritten ist, wie es wünschenswert wäre.
Der heutige Sofdy I Wish I Know How It Would Feel To Be Free ist in diesem Zusammenhang als eine Art Momentaufnahme, Zeitzeuge oder auch Realitycheck zu verstehen.
Enstanden ist die die Aufname 1968, als die Smothers Brothers noch ihre eigene Comedy-Show im Fernsehen hatten, ehe diese 1969 von CBS abgesetzt wurde, da sich die beiden Brüder angesichts der Zuspitzung in Vietnam und der damit verbundenen politischen Aufbruchsstimmung in den USA vermehrt gegen den politischen Mainstream aussprachen. Bis dahin gelang es ihnen, politische Akzente zu setzen.
Mit Harry Bellafonte vor der Kamera zu stehen, der an der Seite von Martin Luther King und Robert Kennedy zum Bürgerrechtler geworden war und sich gegen Apartheid und den Vietnamkrieg engagierte, war beispielsweise ein solcher Akzent:
I wish I could share
All the love that's in my heart
Remove all the bars that keep us apart
And I wish you could know how it is to be me
Then you'd see and agree that every man should be free
...so der Text der 3. Strophe des Songs, der im Original von Nina Simone stammte (1967). Eine klare Ansage.
Und so ziehen wir den Hut mit dem heutigen Sofdy vor all jenen, die sich in der Geschichte um Gerechtigkeit und Gleichheit verdient gemacht haben oder dies bis heute tun.