Fr
19
Mär
2010
Wie gestern in den Nachrichten zu lesen war, verstarb bereits am Mittwoch Alex Chilton im Alter von 59 Jahren an einem Herzinfarkt. Er schrieb vor allem mit dem Song und heutigen Sofdy The Letter in den späten 60-ern Musikgeschichte.
Mit seiner damaligen Band Box Tops hatte er den Song 1967 zum Hit gemacht und es damit sogar auf Platz eins der U.S. Billboard Hot 100, auf zwei Grammy-Nominierungen und zuletzt sogar auf Platz 363 des Rolling Stone Rankings The 500 Greatest Songs of All Time (über das ihr übrigens auch mehr in unser Rubrik "Lesenswertes" lesen könnt) gebracht.
Manchen ist The Letter aber auch noch in der Version von Joe Cocker geläufig. Der hatte mit dem Song ebenso viel Glück, denn als er seine Version des Songs 1970 sang, gelang ihm damit der erste Top Ten Hit seiner Karriere.
Zurück zu Chilton. Dessen Werdegang nach den Box Tops und Big Star beschreibt die Kultursparte der Zeit so:
Als Solokünstler oder in lockerer Zusammenarbeit mit verwandten Seelen wie James Dickinson, Tav Falco oder der Voodoo-Rock-Band The Cramps hielt er sich in Form. Seine Platten klangen wie aus
einem anderen Jahrhundert. Mit einer Stimme, die wie rostiger Stacheldraht kratzte, erinnerte er an archaische Bluessänger aus dem Mississippi-Delta: absoluter Kult, nahezu unverkäuflich.
In den Neunzigern machte Chilton seinen Frieden mit dem Scheitern. Er zog nach New Orleans und beteiligte sich gut gelaunt und mit wieder verjüngter Stimme an Neuauflagen seiner alten Bands.
[Quelle: Die Zeit, hier geht's zum Rest des Artikels]
Apropos Frieden - wie heißt es in The Letter so schön:
Lonely days are gone, I'm goin' home
Hoffen wir, dass Alex Chilton mit ähnlich schönen Zeilen den Übergang in den Rockhimmel erlebt hat und uns heute aus eben jenem zuzwinkert.