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Fr

02

Apr

2010

Frühlingsgefühle

Sag mir wo die Blumen sind dürften die meisten von uns im Verlaufe des ach so kalten und langen Winters zumindest einmal vor sich hingeschimpft haben, ehe endlich und nach langem Warten und Hoffen eben jener sich vom Acker machte und der Frühling endlich, endlich, endlich Einzug hielt. Ob wir bei unserer Warterei und Schimpferei so höflich und elegant blieben wie in diesem Falle Marlene Dietrich, bleibt offen.

 

Fakt ist, der Frühling ist nun endlich da, und damit sind's auch die Blumen:

Bei Mobys musikalischer Blumenvariante Flower bekommt man gleich Lust auf mehr - mehr Frühling, mehr Sonne, und eben mehr Blumen.

 

Aber muss man sie deswegen gleich essen?

Die Ärzte werden es schon wissen. Immerhin ist Nomen schließlich Omen. Ich ess Blumen - wer weiß, vielleicht sollten wir ihrem Beispiel folgen...

 

Ein weiterer Experte in Sachen Frühling ist Tom Waits, der in einer wunderschönen Ballade aus dem Jahr 2005 feststellt, dass man den Frühling nicht zurückhalten kann: You Can Never Hold Back Spring.

 

Wie wahr! Und wie gut!Und was für ein schöner Titel!

Kommen wir nach diesem äußerst geistrichen Intro nun zum Thema des Newsletters. Es geht, wie unschwer zu erkennen ist, um

 

F-R-Ü-H-L-I-N-G-S-G-E-F-Ü-H-L-E.

 

Oder um es mit James Brown zu sagen:

Genau, We/I feel good.

 

Warum das so ist, darüber gibt es jede Menge Studien und Erkenntnisse. Kleine Kostprobe gefällig?

 

Wenn im Frühling die Natur erwacht, wirkt der Duft, der überall in der Luft liegt, wie Doping fürs Gemüt. Kaum steigen die Temperaturen, pellen wir uns aus unserer dicken Verschalung, befreien uns von den dicken wärmenden Stoffen und zeigen wieder mehr Haut. Prompt sind wir auch empfänglicher für bestimmte Reize als sonst im Jahr.

Schuld daran sind unsere Hormone. Die reagieren auf Licht, das durch die Augen-Netzhaut ins Gehirn gelangt. Die Lichtmenge steuert in der Zirbeldrüse die Produktion des Schlafhormons Melatonin - im Frühjahr wird weniger produziert, im Winter mehr. Die kürzeren Nächte im Vorsommer erhöhen also die Aktivität und damit die sexuelle Erregbarkeit, sie sorgen also für die berühmten Schmetterlinge im Bauch.

 

...und so weiter und so weiter. Den vollständigen Artikel könnt ihr hier nachlesen.

 

In einem anderen Artikel lässt sich lesen:

 

Zu Frühlingsgefühlen gibt es bisher keine wissenschaftlichen Daten, die diese in ihrer landläufigen Bedeutung bestätigen würden. Sind Frühlingsgefühle vielleicht ein psychologisches Phänomen, eine Art selbsterfüllende Prophezeiung? Der Frühling bringt mit seinem Mehr an Licht und mehr Wärme auch mehr Leichtigkeit. Viele Menschen animiert dies, Dinge wieder positiver sehen – möglicherweise einfach, weil es die erwartete Zeit für einen Aufwärtstrend ist ...

 

Ob nun also nachweislich hormonell bedingt oder einfach nur eher willkürlich stimmungsbedingt, gut anfühlen tut sich der Frühling allemal. Dass dieses Hochgefühl auch die ein oder andere absurde Blüte treiben kann, ist dabei nicht ausgeschlossen:

Frühlingsgefühle...What a Feeling! Hier eine Parodie von Robert Webb zu eben diesem Song aus dem berühmten Tanzfilm Flashdance.

 

Und hier ein Song von Das Modul zum Thema, der...nun ja, Geschmackssache ist:

Und dann wäre da noch das herzöffnende Statement des kleinen Walt Disney Stars Bambi: Es fühlt sich nach Frühling an, wird da im zweiten Teil (mehr Infos zu Bambi II gibt's hier) geträllert. Niedlich.

Machen wir einen Sprung von der Kinder- in die Erwachsenenwelt. Hier geht es ein bisschen ernster bzw. klassischer zu.

 

Eine Art klassische Frühlingstrilogie haben wir für euch im Folgenden vorbereitet:


 

 

 

 

  • Und zuletzt natürlich der Frühling aus Vivaldis Vier Jahreszeiten.

 

Aber auch Komponisten und Bands der Neuzeit setzen sich mit dem Thema Frühling auseinander, und auch das hat seine Reize, wie die Sportfreunde Stiller hier in einer unplugged Version ihres Songs Frühling beweisen:

Wem das mit dem Frühling nicht schnell genug geht, der kann aber auch auf die gute alte Nana Mouskouri zurückgreifen und jetzt schon damit beginnen, den Mai herbei zu beschwören: Komm, lieber Mai!

 

Auf diesen Song sollten wir vor allem dann zurückgreifen, sollte sich der April mit Aprilwetter von seiner berühmt berüchtigten und aller Orts gefürchteten Seite zeigen.

 

Lieber Wettergott, bitte keine Hageleier zu Ostern...!

Ein kleines Bonbon der Extraklasse haben wir da auch noch für euch. Und zwar einen Ausschnitt des im letzten Jahr aufgeführten Musicals Spring Awakening nach der Vorlage von Frank Wedekinds Frühlings Erwachen.

 

Zwar nicht ganz so leichte Kost, dafür musikalisch aber brilliant umgesetzt:

In der Geschichte von Frühlings Erwachen geht es kurz gesagt um ein Erwachen im übertragenen, sprich sexuellen Sinn im Jugendalter. Dass ein solches Erwachen auf die eine oder andere Art und Weise aber auch in regelmäßigen Abständen bei Erwachsenen stattfindet, und das wohl vorzugsweise im Frühling, stellen die folgenden beiden Musikclips dar. Oder wie sind so Titel wie I'm Too Sexy von Right Said Fred und Horny (das schweizerische "giggerig" hätte uns da besser gefallen) von Mousse T ansonsten zu erkären?

Schließen wir ab mit zwei eher bedächtigen Titeln.

 

Der eine hat mit Frühling eigentlich gar nichts zu tun. Denn in dem Titel Mountain Spring der kanadischen Gruppe Barrage trägt das Wort nicht etwa die Bedeutung "Frühling", sondern "Quelle". Schön, da harmonisch und deswegen auch frühlingshaft, fanden wir ihn dennoch, also haben wir ihn in unseren Newsletter gemogelt:

Und dann ist da noch der krönende Abschluss von Sopransaxophonist Kenny G. in Form des Titels Spring Breeze.

 

...da ist die Welt wieder in Ordnung!

 

Wir kommen zu dem Schluss: Frühlingsgefühle, es gibt sie. Und wenn auch nur in Form musikalischer Höhenflüge...

 

Stellt sich angesichts der Osterfeiertage eigentlich nur noch eine letzte Frage: Was war zuerst da - die Henne oder das Ei? Oder gar der Osterhase?

 

Wir wissen es nicht. Aber eines wissen wir ganz bestimmt: Wir sind immer da, und zwar Tag für Tag in Form eines Sofdys. Und neuerdings sogar zwei Mal im Monat in Form eines Newsletters.

 

Frohe Ostern allerseits und stay tuned!

 

Mit herzlichen Grüßen

 

von euren Musikhäschen unterm Musikdach

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