Sa
08
Mai
2010
Gleich zwei nennenswerte und runde Jubiläen bzw. Geburtstage wollen wir an diesem heutigen Samstag aufgreifen:
1970: Das letzte Beatles-Album Let It Be wird veröffentlicht.
1945: Keith Jarrett erblickt das Licht der Welt.
Auf den Tag genau vor 30 Jahren also kam das letzte Album der vier Pilzköpfe aus England heraus. Let It Be - als hätten sie damit die Ankündigung Paul McCartneys, dass es keine weiteren Alben der Beatles mehr geben würde, besiegeln wollen. Dabei ist "Let It Be" eigentlich eher mit "Lass es geschehen" zu übersetzen, und eben nicht mit "Lass es bleiben".
Etwas umstritten scheint die Scheibe unter echten Beatles-Fans dennoch. Während die einen davon sprechen, dass Let It Be es aufgrund mangelnder musikalischer Qualität und Überzeugungskraft seinen Fans denkbar leicht machte, sich mit dem Ende der Band abzufinden, loben es viele als zu unrecht kritisiertes Album, das zu den besten LPs aller Zeiten zählt.
Immerhin verkauft sich Let It Be auch heute noch mit 4,5 von 5 Sternen auf Amazon und genießt dort wie auch überall sonst, wo es Musik zu kaufen gibt, die Aufmerksamkeit und Anerkennung alter wie neuer Fans.
Unumstritten dürfte der Erfolg der gleichnamigen Single sein. der Song Let It Be landete in den USA, Deutschland, Italien, Norwegen, Australien und der Schweiz auf Platz 1 und in Großbritannien auf Platz 2 der Charts. Ehe wir uns also Keith Jarrett widmen...
Unser heutiger "Haupt-Sofdy", wenn man so will, ist von und zu Ehren von Keith Jarrett, der heute seinen 65. Geburtstag feiert.
The Köln Concert ist wohl das Erste, was Musikliebhabern und Romantikern in den Sinn kommt, wenn sie den Namen des amerikanischen Jazz-Pianisten hören, dem diese Bezeichnung eigentlich nicht gerecht wird.
Jarrett, das ist vielmehr ein Virtuose, der sein Klavier zum Singen bringt und uns demonstriert, warum ein Flügel Flügel heißt. Mag sein, dass man die Tasteninstrumente einst aufgrund ihrer Form nach den Bewegungsorganen der Vögel benannte. Jarrett jedoch lässt uns quasi auf seinen Flügeln sitzen und nimmt uns mit auf eine Reise, die zuweilen sogar bis Somewhere Over the Rainbow führt, die uns verändert, bereichert und angehoben zurücklässt; musikalische Höhenflüge.
Als musikalischer Verwandlungskünstler wird er bezeichnet, und sein Konzert in Köln vor 35 Jahren als Sternstunde in der Musikgeschichte; legendär und seitdem unerreicht.
Sicher, Musik ist immer eine Frage des Geschmackes. Aber The Köln Concert gilt zurecht als Klassiker unter den Jazz-Aufnahmen, und Jarrett als einer der erfolgreichsten und stilprägenden Musiker der vergangenen vier Jahrzehnte.
Lassen wir ihn uns also mit unserem heutigen Sofdy verwandeln und bis irgendwo jenseits des Regenbogens mitnehmen. Welch besseren Einstieg ins Wochenende könnte es geben!
In diesem Sinne Happy Birthday, Keith Jarrett, und uns allen ein schönes und erholsames Wochenende. Bei dem aktuellen, wechselhaften Wetter haben wir vielleicht sogar eine Chance auf einen Regenbogen...
Kommentar schreiben
Kommentare: 0