Sa
12
Jun
2010
Nachdem wir gestern das Fest der Fußball-WM, die hierzulande auch als potentielles Sommermärchen bezeichnet wird, eröffnet haben, wir es bei uns heute ein wenig ernster. Heute, am 12. Juni, findet nämlich der Internationale Tag gegen Kinderarbeit statt, der unserer Auffassung nach ein wenig zu wenig Beachtung in den Medien bekommt. Auch wir sind eher zufällig darüber gestolpert.
Zum Hintergrund dieses Tages - und hier schlagen wir nun die Brücke zum derzeitigen Sportspektakel - schreibt die deutsche Regierung auf ihrer offiziellen Homepage:
Fußbälle, Handbälle, Volleybälle – sie fliegen und rollen täglich über die Sportplätze, Turnhallen und bald auch wieder über die Strände. Die meisten sind kostengünstig zu erwerben und das
Spielen mit Bällen bringt Kindern und Erwachsenen gleichermaßen viel Spaß.
Vier von fünf Fußbällen, die in deutschen Geschäften verkauft werden, stammen aus Pakistan. Im Nordosten des Landes hat sich eine Industrie zur Herstellung von Sportartikeln und
Sportbekleidung entwickelt.
Die Arbeitsbedingungen begeistern jedoch nicht so sehr wie das Fußballspielen. Feste Arbeitsverträge, Arbeitssicherheit, Gewerkschaftsfreiheit, Gesundheitsvorsorge und vor allem angemessene
Löhne sind nicht selbstverständlich.
Die Löhne reichen häufig nicht aus, um die Familien zu ernähren und den Kindern Schulbildung zu ermöglichen. Im Gegenteil: Familien sind häufig auf die Arbeit ihrer Kinder und deren
Zusatzverdienst für die Familie angewiesen. Die Kinder müssen zwangsweise ihren Beitrag für das Einkommen der Familien leisten.
Weltweit arbeiten nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) rund 200 Millionen Kinder zwischen 5 und 14 Jahren. Besonders betroffen ist Afrika mit mehr als 50 Millionen
Kindern. Die schlimmsten Formen der Kinderarbeit gibt es im Bergbau und in der chemischen Industrie.
Unicef und andere Organisationen machen am 12. Juni, dem Internationalen Tag gegen Kinderarbeit, weltweit auf die Situation der Kinder aufmerksam.
Bei aller Freude über das Sportereignis muss auch einem ernsten Anliegen wie diesen Rechnung getragen werden, finden wir. Wer könnte das in musikalischer Form besser als George Benson. Mit seinem Song Greatest Love of All (aus dem Jahr 1984, zwei Jahre später gab's dann dann nochmal eine Version von Whitney Houston) trifft er den Nerv der ganzen Angelegenheit:
I believe the children are our future
Teach them well and let them lead the way
Show them all the beauty they possess inside
Give them a sense of pride to make it easier
Let the children's laughter remind us how we used to be
Die Organisation, die hinter der Organisation des Tages steckt, heißt übrigens International Labour Organization (ILO). Sie bringen ihr Anliegen in diesem Jahr wie folgt auf den Punkt:
World Day - 12 June 2010: Go for the goal... end child labour
Diesem Motto schließen wir uns gerne an. Und Klaus Eberthartinger, österreichischer Sänger und bekannt v.a. durch die Erste Allgemeine Verunsicherung (EAV), der heute seinen 60. feiert, vermutlich auch. Denn auch er hat sich schon für die Interessen von Kindern (und zwar in Bezug auf gesunde Herzen) stark gemacht.
Wenn es also dieser Tage um Tore geht, dann bitteschön auch um Ziele wie das obige.
In diesem Sinne: Go for the goal!
...einmal mehr ein phantastischer Sofdy! Und Hut ab, wie ihr es schafft auch einem solchen Thema einen Sofdy zu widmen... und das Lied ist einfach wunderschön :-)
