Di
15
Jun
2010
Über die Songs der 80-er lässt sich streiten. So manch Synthesizer-lastiger Song aus jener Zeit ist für die heutigen (westlichen) Ohren genauso schwer zugänglich wie manch Song aus Kulturkreisen wie etwa Asien.
Klaus Lages 1001 Nacht (Zoom!) ist zwar nicht frei vom Klang der 80-er; doch beim Anhören des Songs reagiert man eher schmunzelnd als entnervt. Vielleicht täuschen wir uns, aber wir vermuten, dass der Song so eine Art Kultstatus erreicht hat. Das untermauern zumindest die entsprechenden Kommentare auf youtube. Um nur ein paar zu zitieren:
einfach nur kult :)
SO EIN G***** LIED GIBT ES SELTEN
1000 mal gehört und immer noch gut...
Klaus Lage selbst bringt es übrigens mittlerweile auf 21.914,53194 Tage (das ergeben jedenfalls unsere Rechnungen, dabei berücksichtigen wir das mit den Schaltjahren und gehen davon aus, dass ein Jahr im Schnitt 365,242199 Tage hat...da werden Erinnerungen an den Sofdy über das indische Rechenwunder wach, nicht wahr?). Das dürfte einer entsprechenden Zahl an Nächten entsprechen. Oder, um es auf den Punkt zu bringen: Klaus Lage wird heute 60.
Ob man aus diesen Rechnungen schließen kann, dass Lage in eben dieser Zeitspanne über 20 der in dem Song beschriebenen Erfahrungen gemacht hat (ihr wisst schon: 20 x 1000), vermögen wir nicht zu beurteilen. Wir können allenfalls etwas zur aktuellen Lage bzw. zum aktuellen Lage sagen. Und zwar heißt es auf seiner offiziellen Website:
Im Herbst 2010 schließt sich ein Kreis: Nach 30 Jahren ist Klaus Lage zum ersten Mal wieder ganz allein auf der Bühne zu erleben.
[...]
Die Konstante dabei: seine Stimme, die sowohl rau und rauchig, zart und sensibel, als auch frech und witzig klingt, vor allem aber immer unverwechselbar. Auch allein, nur von einer Gitarre begleitet, vermag sie einen Raum auszufüllen und beim Publikum wohlige Schauer auszulösen. Bei seiner Solo-Tour singt Klaus Lage bekannte und neue Lieder. Er nutzt die Freiheit des Soloartisten für spontane Einlagen, er erzählt von seinen Erfahrungen und Erlebnissen, rezitiert Gedichte und zeigt sich dabei auch von seiner bislang verborgenen komödiantischen Seite. Überraschungen nicht ausgeschlossen. Wie das im "Alleingang" halt so ist.
Rückblickend heißt es dort über seine Karriere:
Chartserfolge, Gold- und Platin-Schallplatten, Top-Ten-Hits, von denen mit "1001 Nacht", "Faust auf Faust" und "Monopoli" sogar drei zum Kanon der deutschen Liedkultur gehören, unzählige
ausverkaufte Konzerte mit seiner Band in fast allen Hallen des Landes, Kooperationen mit Künstlerkollegen verschiedener Genres und – bei allem kommerziellen Erfolg – immer auch das uneigennützige
Engagement für wichtige gesellschaftliche Anliegen, vor allem für die Friedens-, Gewerkschafts- und Umwelt-bewegungen. Denn nie hat sich Klaus Lage vom Scheinwerferlicht des Erfolgs blenden
lassen. Nie seine soziale Herkunft (seine ersten Berufe waren Erzieher und Sozialarbeiter) und seine künstlerischen Wurzeln (Blues und Rock) vergessen. Und immer wieder hat er eigene Wege abseits
der medial vorgegebenen Trampelpfade eingeschlagen, ist in andere Stilrichtungen (Lieder, Jazz, Pop, Chanson) eingetaucht, hat Neues ausprobiert.
Ist Risiken eingegangen, wie es seine Art ist. Getreu dem Motto: "Raus aus dem Hamsterrad, rein ins Vergnügen!"
Diesem Credo schließen wir uns gerne an! Und so hoffen wir, dass es für Klaus Lage heute so richtig "zoom" macht!