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Sa

19

Jun

2010

19/06/2010 - Radiohead: Creep

Nachdem wir uns in dieser Woche bereits einer Schlagzeile widmeten, in der es darum ging, dass man laut einer US-Studie einer männlichen Stimme anhören kann, über wieviel Kraft deren Besitzer verfügt, gehen wir heute einer weiteren Schlagzeile nach, die sich mit den Körpern der Männer befasst.

 

Oder genauer gesagt: mit deren Befindlichkeit.

 

Unter "Kurz notiert" berichtete die Wiener Zeitung gestern nämlich, dass britische Wissenschafter erstmals Symptome für "männliche Wechseljahre" entdeckt haben. Frauen, denen das wie Genugtuung oder ausgleichende Gerechtigkeit in den Ohren klingt, haben sich allerdings zu früh gefreut, denn diese "männlichen Wechseljahre" betreffen allenfalls zwei Prozent aller Männer.

 

Stimmungsschwankungen & Co. werden also voraussichlich weiterhin vor allem eine Angelegenheit sein, mit der sich das weibliche Geschlecht in den Wechseljahren befassen darf.

 

Aber die Schlagzeile bringt uns auf eine Idee: Stellen wir uns spaßeshalber für einen Moment lang vor, was dabei herauskäme, wenn eben diese Symptome auch die Männerwelt beträfen, also nicht nur die zwei Prozent, sondern irgendwas zwischen 90 und 100. Wir hätten wohl mehr Songs in der Art wie Creep zu vermelden, die Selbstzweifel und Identitätskrise thematisieren.

 

Aber ich bin ein widerlicher Mensch
Ich bin ein Spinner
Was zum Teufel mach ich hier?
Ich gehöre nicht hier her

 

(Quelle: Magistrix)

 

Dabei ist der Song der britischen Alternativ-Rock-Band Radiohead aus den frühen 90-ern gar nicht so deprimierend, wie es dieser Auszug vielleicht auf den ersten Eindruck vermittelt. Denn eigentlich geht es um eine Liebeserklärung:

 

Du bist wie ein Engel
Deine Haut bringt mich zum weinen
Du schwebst wie eine Feder
In einer schönen Welt

 

(Quelle: Magistrix)

 

Haben wir also doch noch die romantische Kurve gekriegt, die wir euch zum Wochenende schuldig sind, damit ihr mit einem guten Gefühl die freien Tage über euch ergehen lassen und "die Seele baumeln lassen" könnt, wie man so schön sagt.

 

Machen wir an dieser Stelle aus den Wechseljahren also Wechseltage und erklären wir das Wochenende zu eben diesen: Tage nämlich, in denen wir die Gangart wechseln und von Stress auf Entspannung umschalten. Da klappt das mit der Stimmung nämlich von ganz allein ;-) !

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