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Sa

26

Jun

2010

26/06/2010 - Pink: Sober

Wir hoffen doch sehr, dass ihr euch unseren heutigen Sofdy nicht auf nüchternen Magen durchlest. Und damit meinen wir wohlgemerkt "noch nichts gegessen", und nicht "nicht alkoholisiert".

 

Anlässlich des heutigen Weltdrogentags, für den die United Nations Office on Drugs and Crime verantwortlich sind und dessen Anliegen es ist, den Missbrauch und Handel von Drogen zu bekämpfen, haben wir uns für den Titel Sober ("nüchtern") von Pink entschieden.

 

Jeder sechste Deutsche hat Alkoholprobleme


Diese Zahlen lasen wir nämlich heute in den Schlagzeilen im Zusammenhang mit dem Weltdrogentag. Mutig genug ist der Verfasser, der hinter dieser Schlagzeile steckt, in seinem Artikel das Thema auch vor dem Hintergrund des derzeitig wieder stattfindenden WM-Public-Viewing-Phänomens zu erörtern:

 

Public Viewing hat Hochkonjunktur in Zeiten der Fußball-Weltmeisterschaft. Ein steter Begleiter ist dabei vielerorts der Alkohol. Er versüßt Siege und scheint Niederlagen erträglicher zu machen. Doch nicht nur während der WM hat das Suchtmittel Nummer eins unerwünschte Nebenwirkungen. Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) haben rund 9,5 Millionen Menschen zwischen 18 und 64 Jahren ein Alkoholproblem. Das heißt, sie konsumieren an mehr als fünf Tagen pro Woche Mengen, die gesundheitliche Risiken bergen.

 

Löblich finden wir auch, dass Pink mit Zeilen wie diesen Farbe bekennt:

 

When it’s good, then it’s good, it’s so good till it goes bad
Till you’re trying to find the you that you once had
I have heard myself cry, never again
Broken down in agony just tryin' to find a friend

 

Dass sie sich in unserem heutigen Sofdy die Frage stellt, ob man denn auch ohne Alkohol wirklich Spaß haben kann, leuchtet in Anbetracht ihres eigenen Werdegangs ein und macht den Titel umso glaubwürdiger. Und zum Thema Public Viewing und WM-Spaß passt er auch bestens, wie wir aus eigener Erfahrung wissen.

 

Pinks unangenehme Berührungspunkte mit Alkohol lassen sich auf Wikipedia wie folgt nachlesen:

 

Als sie sieben Jahre alt war, ließen sich ihre Eltern scheiden. Der Verlust des Vaters, die zentrale Figur in ihrem bisherigen Leben, wurde von Pink nicht verkraftet. Das Verhältnis zur Mutter gestaltete sich in der Folgezeit immer schwieriger; diese verlor zusehends die Kontrolle über ihre Tochter, bis es zur offenen Auflehnung kam. Pink begann Drogen zu nehmen und regelmäßig Alkohol zu trinken, um ihre Probleme zu kompensieren.

 

[...]

 

Nach dem Konsum von Crystal, Ketamin, Angel Dust, Ecstasy, Marihuana  und einer größeren Menge Alkohol erlitt sie an Thanksgiving  1995 einen Zusammenbruch, die Überdosis führte beinahe zum Tod. Dieses Erlebnis bewog sie dazu, dem Drogenkonsum abzuschwören.

 

Wenn wir auch nicht Moralapostel spielen wollen, so wollen wir zumindest mit unserem heutigen Sofdy einen kleinen Denkanstoß geben. Und der Sofdy wäre nicht der Sofdy, wenn er nicht auch einen kleinen Trumpf zum Schmunzeln aus dem Ärmel schütteln würde. Und das sei mit den Erläuterungen geschehen, die wir hinter der Schlagzeile Hunde helfen Drogenabhängigen fanden:

 

Hunde sind für Drogenabhängige nach Angaben von Suchtexperten oftmals die einzigen Partner im Leben. Anlässlich des Weltdrogentages wird am Freitag bei einem Aktionstag in der Jugend- und Drogenberatungsstelle «drobs» in Halle ein Projekt aus Berlin rund um die Vierbeiner vorgestellt. Seit 2002 bietet dort die Gesellschaft Fixpunkt Projekte der ambulanten Suchthilfe an. Ziel ist es, mit Hunden die Sucht «an die Leine» zu bekommen, Abhängige in eine Beschäftigung und auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben ohne Rauschmittel zu begleiten. Über die Tiere sollen die Betroffenen lernen, Verantwortung zu übernehmen.

 

Vom "Sau rauslassen" zum "Hund rauslassen" also. Sehr schön. Das ist doch mal ein Ansatz, mit dem sich das Wochenende umso gemütlicher angehen lässt. Oder nicht?

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