Di

27

Jul

2010

27/07/2010 - Juli: Perfekte Welle

Nun ist der Juli schon fast vorbei, und wir haben euch noch gar nichts von der gleichnamigen deutschen Band Juli präsentiert.

 

Regen und Meer, Geile Zeit, Elektrisches Gefühl,...klingen zwar allesamt sehr vielversprechend, aber die Perfekte Welle vermittelt in Zeiten, in denen man das Wort "Surfen" fast schon mehr mit dem Herumklicken im Internet, als mit dem Wasserspaß assoziiert, einen kurzen Moment gefühlten Urlaubs, weswegen wir uns für sie entschieden haben.

 

Dabei geht es in dem Lied um so viel mehr als nur einen Surfurlaub:

 

Mit jeder Welle kam ein Traum,
Träume gehen vorüber,
dein Brett ist verstaubt,
deine Zweifel schäumen über,
hast dein Leben lang gewartet,
hast gehofft, dass es sie gibt,
hast den Glauben fast verloren,
hast dich nicht vom Fleck bewegt.

Jetzt kommt sie langsam auf dich zu,
das Wasser schlägt dir ins Gesicht,
siehst dein Leben wie ein Film,
du kannst nicht glauben, dass sie bricht.

Das ist die perfekte Welle...

Auch die fünfköpfige Besetzung erwischte mit diesem Song die perfekte Welle, als er 2004 veröffentlicht wurde: Er hielt sich über ein halbes Jahr lang in den deutschen Single-Charts und erreichte Gold-Status. Auf Wikipedia heißt es zu dem Song sogar:

 

Das Lied wurde zu einer Art Hymne der im Jahr 2004 aufkommenden neuen Erfolgswelle deutschsprachiger Liedtexte und gab einer Reihe von Compilations mit deutschsprachiger Popmusik (Perfekte Welle – Musik von hier) den Namen.

 

Aber nicht nur das, der Song bezeichnet auch den Anfang des großen Erfolgs der Band, die sich mittlerweile nicht mehr nur im deutschsprachigen Raum großer Beliebtheit erfreut:

 

My sister says "I don't think any German person couldn't sound scary" and I show her this lady, and she's like, "..that's an exception."

 

...ist da unterhalb des Videos auf youtube zu lesen. Authentische Komplimente wie diese sind einfach herrlich, oder nicht?

 

Ich mag das Lied eigentlich auch, ist für mich eines von diesen Liedern, zu denen ich am liebsten sofort mitsingen und mittanzen möchte.

 

...lautet ein weiterer Youtube-Kommentar.

 

Mitsingen und Mittanzen klingt super, wir sind dabei...

 

...Apropos Mittanzen: Heute wäre die Tänzerin Pina Bausch († 30. Juni 2009), die in der Fachwelt als die bedeutendste Choreografin der Gegenwart gilt, 70 Jahre alt geworden.

 

Die Bedeutung von Bauschs Werk lässt sich nicht auf eine Erweiterung des Tanzes mit anderen Genres und Medien sowie dem Verzicht auf eine bestimmte Form beschränken, sondern gewinnt erst durch seine Menschlichkeit an künstlerischer Größe. Das Mitfühlen und Mitgefühl war die wichtigste Motivation zu ihrem Lebenswerk. In einem ihrer seltenen Interviews äußerte sie einmal: „Es ging und geht mir immer nur darum: Wie kann ich ausdrücken, was ich fühle?“

 

...so ein Ausschnitt aus dem Wikipedia-Artikel über sie, der eine für unsere Begriffe sehr interessante Lektüre darstellt. Anfang nächsten Jahres soll übrigens eine Dokumentation über sie von Wim Wenders in die Kinos kommen.

 

Ob ihr nun mittanzt oder nicht, ist selbverständlich euch überlassen. Mitsurfen tut ihr ja allemal - jedenfalls im Internet, denn ansonsten wärt ihr ja nicht bei uns gelandet.

 

Abschließend hier noch ein Video, das uns beeindruckt hat, sowohl was die riesige/perfekte Welle betrifft, als auch den Mut des Surfers:

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