Sa
07
Aug
2010
Wie der Presse zu entnehmen war, verstarb bereits vor ein paar Tagen, nämlich am 3. August, Bobby Hebb, über den die FAZ schrieb:
Zurückhaltender Vokalstil, bescheidenes Auftreten und doch ein Großer des Soul. Bobby Hebb, der als bisher einziger Schwarzer in die Country Hall of Fame aufgenommen wurde, ist im Alter von zweiundsiebzig Jahren gestorben.
Hebb, Kind blinder Eltern und gelernter Schumacher, wurde 1966 durch seinen Song Sunny, unserem heutigen Sofdy, berühmt. Das Wort "leider" ist wohl angemessen, wenn man davon spricht, dass es mit diesem Song leider bei seinem einzigen Hit blieb. Dafür war der Erfolg von Sunny aber umso gewaltiger, v. a. was den Status betrifft, den sich der Song im Laufe der Jahre verdient hat. Die Zahl der Cover, die es mittlerweile von diesem Song gibt, sind dabei ein guter Maßstab:
Das Lied gehört zu den meistgecoverten Hits überhaupt und auch andere Musiker waren damit äußerst erfolgreich. So erreichte beispielsweise Cher noch im selben Jahr ebenfalls Platz 2 in Norwegen und den Niederlanden. Zehn Jahre später hatte Boney M. mit einer Discoversion einen Nummer-eins-Hit in Deutschland. Weitere Versionen stammen beispielsweise von Cher, Georgie Fame, José Feliciano, Johnny Rivers, Frank Sinatra mit Duke Ellington, Ella Fitzgerald, The Electric Flag, The Four Seasons, Four Tops, Wilson Pickett, Les McCann, Dusty Springfield, James Brown, Helge Schneider, Stevie Wonder sowie von Schauspieler Robert Mitchum.
...heißt es da auf Wikipedia.
Und auch der Werdegang von Hebb liest sich sehr interessant. Die FAZ schreibt zu den Hintergründen unseres heutigen Sofdys, aber auch zum Leben von Hebb:
„Sunny“ entstand gleich nach dem Kennedy-Mord und beschäftigt sich auch nur mit diesem. Sein Autor und erster Interpret war Bobby Hebb, der seiner Klage über den Verlust des Präsidenten eine
private Note beimischte, denn das Lied handelt auch von seinem älteren Bruder und Bühnenpartner, der einen Tag nach den Schüssen von Dallas, am 23. November 1963, bei einer Messerstecherei in
Nashville ums Leben gekommen war.
„Sunny“, 1966 aufgenommen, ist eine anfangs verhaltene, sich dann aber sacht ins Zuversichtliche steigernde Trauerarbeit und ein besonders gelungenes Beispiel für das Einbeziehen des
Persönlichen in zeitgeschichtliche Ereignisse (oder umgekehrt). Zahlreiche Coverversionen machten den Song mit der zarten Melancholie weltberühmt: „Sunny, yesterday my life was filled with
rain.“
Apropos Sonne und Regen: Auch in Anbetracht des Wetters passt unser Sofdy ganz gut Während es in der Schweiz eher sonnig zugeht, ist es nämlich in Deutschland und Österreich bewölkt bis regnerisch an diesem Wochenende.
Holen wir uns mit unserem heutigen Sofdy also auch ein wenig Sonne ins Haus!