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Mi

18

Aug

2010

18/08/2010 - Reamonn: Million Miles

Am 8. Juli hatten wir euch schon einmal von der Rubrik Das Beste kommt noch der Sueddeutschen erzählt, in der "Left-Over-Schlagzeilen" aufgegriffen werden.

 

Aus reiner Neugier haben wir uns auch heute einen Blick in den dortigen Schlagzeilenfundus erlaubt und sind prompt über ein paar gestolopert, die wir für zitierenswert halten.

 

Da wäre zunächst die Schlagzeile der furchtlosen Verkäuferin aus Florida:

 

Statt einem Räuber die geforderten 300 Dollar zu geben, verwickelte eine furchtlose Verkäuferin in Florida den Mann in ein Gespräch. "Ich werde mit Jesus über Dich reden", sagte sie dem verdutzten Räuber. Mit völlig ruhiger Stimme bot sie ihm Hilfe bei der Arbeitssuche an und fragte ihn, warum er den Raub begehe. Nach etwa fünf Minuten gab der völlig verunsicherte Räuber zu, dass seine Waffe nur eine Spielzeugpistole war, und zog von dannen - ohne Geld.

 

Eine weitere Schlagzeile stammt ebenfalls aus den USA und hat mit keinem Geringeren als Präsident Obama zu tun:

 

Der Secret Service überwacht nicht nur jeden Schritt von Barack Obama, sondern auch, was der US-Präsident isst. An seinem 49. Geburtstag untersagten Obamas Sicherheitsleute Gewerkschaftsmitgliedern, ihm einen Kuchen zu überreichen. "Der Secret Service hat sein Veto eingelegt", sagte einer der Gewerkschafter. "Schade, dass es keinen Kuchen gab", antwortete Obama am Ende einer Rede. "Wahrscheinlich essen sie ihn gerade selbst", ergänzte er in Anspielung auf seine Leibwächter.

 

Immer noch nicht ganz glauben können wir diese hier:

 

"Immer der Nase nach" könnte schon bald zum Rezept in der Werbebranche werden - zumindest, wenn es um Hundefutter geht. Nach einer Testphase in Nordrhein-Westfalen locken in den kommenden Wochen duftende Plakate in mehreren Großstädten schnüffelnde Vierbeiner an die Litfaßsäulen. Denn schnuppert der Hund an der Werbung, wird das Herrchen beim Gassigehen nicht weit sein - und aufmerksam gemacht auf die Futtermarke.

 

Und auch die folgende Schlagzeile ist kaum zu glauben, dafür aber umso herzerfrischender:

 

Hätte sich ein Drehbuchautor die Story ausgedacht, keiner hätte es geglaubt: Eine amerikanische Familie wurde von Superman vor der Zwangsversteigerung ihres Hauses gerettet. Kurz bevor sie alles verlor, fand die Familie das millionenteure "Action Comic"-Heft Nummer 1 in ihrem Keller. Das Heft, in dem Superman zum ersten Mal erscheint, gilt als teuerstes Comic der Welt. Vor einem halben Jahr hatte eine Ausgabe bei einer Versteigerung eine Million Dollar, umgerechnet etwa 750.000 Euro, gebracht. Das Heft war 1938 für zehn Cent auf den Markt gekommen.

 

Und last but not least hier die Schlagzeile, die uns auf die spontane Idee unseres heutigen Sofdys brachte:

 

Rekordverdächtiger Kilometerstand: 1,8 Millionen Kilometer hatte ein schrottreifer Bus aus Lettland auf dem Buckel, den die Berliner Polizei aus dem Verkehr gezogen hat. Das Fahrzeug war den Beamten wegen seines maroden Zustands aufgefallen: Das Profil der Reifen war abgefahren, das Fahrgestell durchgerostet, Bremsanlage und Frontscheibe defekt. Mitten im Bus war zudem unerlaubt ein zweiter Tank eingebaut. Nach knapp zwei Millionen Kilometern auf der Straße legte die Polizei die rollende lettische Schrottlaube wegen mangelnder Verkehrssicherheit still.

 

Zugegebenermaßen hinkt die Brücke zwischen dieser Schlagzeile und unserem heutigen Sofdy Million Miles von Reamonn ein wenig, denn es geht in dem Song ja nicht darum, mit dem Objekt der Begierde - wie im Falle der Schlagzeile offenbar dem Bus - eine Millionen Meilen (die 1 609 344 Kilometer entsprechen) zurückzulegen, sondern darum, eine entsprechende Distanz voneinander entfernt zu sein.

 

Aber wir drücken gerne ein Auge zu für den irischen Sänger Rea Garvey und seine Jungs, wo sich Garvey doch selbst nicht zu schade für die berühmte Extrameile ist, wenn es um soziales Engagement geht...

 

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