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Fr

20

Aug

2010

20/08/2010 - Ray Charles: A Song for You

Facebook Places - das "Wo-bin-ich-Internet"

 

Dahinter verbirgt sich ein Bericht der F.A.Z. über einen neuen Dienst von Facebook, der in dem Artikel wie folgt erklärt wird:

 

Die Nutzer des sozialen Netzwerkes Facebook können künftig ihren Freunden mitteilen, wo sie sich gerade aufhalten. Der neue Dienst „Places" ortet den Nutzer über Satellitennavigation (GPS). Mit „Check In" können die Nutzer dann ihren aktuellen Aufenthaltsort aus einer Vorschlagsliste umliegender öffentlicher Plätze wie Restaurants oder Geschäften auswählen oder einen neuen Platz anlegen. Vorerst funktioniert Places nur in den Vereinigten Staaten und nur auf bestimmten Smartphones wie dem iPhone. Wer seine Facebook-App auf dem iPhone aktualisiert, sieht die Funktion „Orte" auch in Deutschland auf dem Bildschirm, kann sie aber noch nicht verwenden. Die Ausweitung für alle 500 Millionen Nutzer und für andere Geräte ist aber geplant.

 

Daraufhin wird nüchtern nocheinmal zusammengefasst:

 

Nach dem „Was-mache-ich-gerade-Internet“ kommt also jetzt das „Wo-bin-ich-Internet“.

 

Facebook ist zwar nicht die erste Firma, die einen solchen Dienst anbietet, aber angesichts der hohen und stetig wachsenden User-Zahlen sprechen wir hier über Größenordnungen, bei denen einem schon einmal schwindlig werden kann. Während die einen sich begeistert ins Internet-Vergnügen stürzen und Dienste wie diese als weitere Aufwertung ihrer Lebensqualität betrachten, reagieren andere mit großer Skepsis und erkennen darin vor allem eine weitere Möglichkeit für Facebook, werberelevante Daten über seine User zu sammeln.

 

Sei's drum, jeder weiß (oder sollte zumindest wissen!), auf was er sich einlässt, wenn er sich der riesigen Facebook-Gemeinde anschließt.

 

Das Stichwort "Places" brachte uns jedenfalls auf die Idee, einen äußerst schönen Song von Ray Charles († 2004) aus dem Youtube-Hut zu zaubern, beginnt sein Song for You doch mit der Zeile I've been so many places in my life and time.

 

Und ebenfalls ins Auge stechen tut uns die erste Zeile der vierten Strophe, die da lautet:

 

I love you in a place where there's no space or time

 

Nix is mit Einchecken und Freunden über Facebook mitteilen, an welchem Ort man sich befindet. Jedenfalls nicht in diesem Fall. Es wird eben doch immer Orte, also places geben, die auch Facebook Places nichts angehen. So zumindest die Hoffnung der Redaktion zu später Stunde...

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