Mo
30
Aug
2010
Welche Brüder sind 1980 zum Leben erwacht, 1998 wieder aufgetaucht und feiern dieses Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum?! Wisst Ihr die Antwort? Ansonsten einfach beim heutigen Sofdy unter 634-5789 anrufen: am anderen Ende der Leitung wird einer der Blues Brothers singen!
Der Song wurde vor 12 Jahren für Blues Brothers 2000 gemeinsam mit Eddie Floyd und Wilson Picket, der damit bereits einen Nummer-Eins-Hit gelandet hatte, neu eingespielt:
"634-5789" a.k.a. "6345-789" a.k.a. "634-5789 (Soulsville, U.S.A.)" is the title of a classic soul track written by Eddie Floyd and Steve Cropper. The song was first recorded by soul legend Wilson Pickett on his 1966 Atlantic Records album The Exciting Wilson Pickett and the single reached #1 on the "Black Singles" chart and #13 on the "Pop Singles" chart. The track was later also recorded by Otis Redding and included on The Soul Album. (Quelle: Wikipedia)
Die Blues Brothers sind wieder aufgetaucht. Doch was ist mit Menschen, die tatsächlich vermisst werden? Eine weitere, noch wichtigere Nummer in diesem Zusammenhang lautet 0041-22 917 9189, unter der die Working Group on Enforced or Involuntary Disappearances erreichbar ist. Zum heutigen Internationalen Tag der Verschwundenen schreibt das Schweizerische Rote Kreuz:
So gibt es von dem International Committee of the Red Cross (ICRC) die Suchseite familiylinks, über die mit dem kurzen, dafür aber umso bewegenderen u.g. Video "The Missing" informiert wird:
Stellen Sie sich vor: In Ihrem Land herrscht Krieg, um Sie herum Zerstörung, Hoffnungslosigkeit und Not. Und nicht nur das: Sie wissen nicht, wo Ihre Angehörigen, Ihr Vater, Ihre Mutter, Ihre Geschwister und sonstige nahe Angehörige sind. Sie wissen nicht, wo sie sind, wie es ihnen geht und ob sie überhaupt noch leben.
Markus Mader, Direktor vom Schweizerischen Roten Kreuz, schildert in einem Interview eine persönliche Erfahrung, die er bei dem Besuch von Kriegsgefangenen gemacht hat:
Ein unvergessliches Erlebnis hatte ich in Sri Lanka: Ich fuhr jeweils
am Mittwoch die gleiche Route in das Gebiet der Tamil Tigers, um
mich mit ihren Vertretern zu treffen und diese insbesondere für den
Schutz der Zivilbevölkerung zu sensibilisieren. Und immer stand die
gleiche Frau am Strassenrand. Sie fragte mich jedes Mal, ob ich
ihren Sohn gefunden hätte. Sie muss oft zwei, drei oder vier Stunden
gewartet haben, da wir ja nicht immer zur gleichen Zeit mit dem Auto
vorbeikamen. Aber sie stand jedes Mal dort – vermutlich auch an den
Mittwochnachmittagen, an denen ich nicht in das Gebiet gefahren
bin. Diese Frau repräsentiert für mich alle Angehörigen von
Verschwundenen, die tagein, tagaus an nichts anderes denken
können als an den Verbleib ihrer Liebsten. Die Ungewissheit frisst sie
regelrecht auf.
Wir hoffen, dass sich viele Menschen finden lassen - dank Helfer wie Markus Mader, die sich im echten Leben die Aussage der Blues Brothers zu Herzen nehmen: We're on a mission from God.