Mo
20
Sep
2010
Was ist eigentlich geworden aus...
Diese in den Medien gerne gestellte Frage wollen wir heute auf zwei Musikwettbewerb-Gewinner beziehen. Werden sie auch weiterhin Gewinner sein - oder mutieren sie etwa zu
Verlierern? Schon jetzt steht fest, dass es sich immer um Gewinner handelt, sofern mans das Geschehen aus der Perspektive betrachten möchte, Erfahrungen im Musikgeschäft zu
gewinnen.
Da hätten wir zum einen das heutige 30-jährige Geburtstagskind Mehrzad Marashi, der als Gewinner aus der siebten Staffel
der Castingshow Deutschland sucht den Superstar hervorging. Auf Wikipedia heisst es unter der Überschrift "Karriere nach DSDS":
Am 21. Mai 2010 erschien eine neue Single namens Sweat (A La La La La Long) in Zusammenarbeit mit Mark Medlock. Dies ist eine Cover-Version von Inner Circle. Live vorgestellt wurde sie am 23.
Mai 2010 im Rahmen von Wetten, dass..?. Am 11. Juni 2010 erschien Marashis erstes Soloalbum New Life, welches neben den beiden bereits veröffentlichten Songs noch zehn weitere enthielt. Eine
geplante Tournee wurde im August 2010 abgesagt. Grund für die Absage ist die geringe Nachfrage für seine Konzert-Tickets. Wenige Tage später wurde bekannt, dass Marashi und Dieter Bohlen nicht
mehr weiter zusammen arbeiten werden. Das für 2011 angekündigte nächste Album soll demnach vor allem deutschsprachige, von Marashi selbst geschriebene Titel enthalten. Der Song namens
Unvergessen, dessen Erlös den Opfern und Angehörigen der Verstorbenen des Unglücks bei der Loveparade 2010 zugute kommen sollte, wird nicht als Single erscheinen.
Auf Amazon.de äussert sich ein Rezensent
folgendermassen über das Debütalbum von Mehrzad und seine Auftritte bei den DSDS-Mottoshows:
"Dieter es REICHT!
Ich habe mich lange zurückgehalten, weil ich Mehrzad durchaus symptisch finde und er sicher eine sehr gute Stimme hat, die viele Stilrichtungen abdecken könnte. Wie genial war
FLUGZEUGE IM BAUCH oder ( auch wenn Dieter das abwertete ) die Xavier-Nummer... da zeigt Mehrzad das er JEDEM Titel ( sofern nicht von Bohlen ) seinen Stempel aufdrücken kann. ABER !!!!
Dieses Album ist ein NO-GO.. Eine Bewertung von Mehrzad ist hier definitiv nicht möglich. Aus diesen miesen Vorgaben des Produzenten hätte keiner etwas Brauchbares machen können. Man wartet
vergebens darauf, dass die Scheibe Fahrt aufnimmt, das etwas im Ohr hängen bleibt. Schon bei Marc Medlocks (gefühltem ) 20ten Album ist zu spüren DA KOMMT NIX MEHR !!! Hier ist
die Schuld aber auch nicht beim Sänger zu suchen.
Lieber Dieter, ich hoffe du bist noch nicht zu alt, um zu merken das dass keinen Sinn macht mit der weiteren Arbeit als Produzent. Höhepunkt des Unvermögens des Produzenten ist die "mehr als
flüssige" Nummer zusammen mit Marc. Hier zeigt sich lediglich die Hiflosigkeit des Herrn Bohlen, seine wegschwimmenden Felle irgendwie einzufangen. Mehrzad kann man nur wünschen, dass er
noch mal eine Chance mit einem guten Produzenten bekommt. [...]"
Ist demzufolge der Siegertitel von "Don't Believe" (siehe unten) auf "Don't Believe in Dieter" zu erweitern? Wie dem auch sei: Zum anderen gibt es jedenfalls den 24-jährigen
weißrussisch-norwegischen Sänger Alexander Rybak, der mit seinem Song in "Don't Believe in Miracles" vielleicht eine Antwort auf diese Frage gibt. Dabei hat er selbst für ein Wunder gesorgt:
Einem breiten Publikum wurde er durch den Gewinn des Eurovision Song Contest 2009 bekannt, den er mit seinem Song Fairytale mit dem größten Vorsprung aller Zeiten (169 Punkte) für sich
entscheiden konnte.[...] Alexander Rybak wurde 1986 in der Weißrussischen Sowjetrepublik in eine Künstlerfamilie hineingeboren. Seine Mutter ist die bekannte Pianistin Natalia Walentinowna Rybak,
sein Vater der Violinist Igor Alexandrowitsch Rybak. Im Alter von vier Jahren siedelte Rybak mit seinen Eltern nach Norwegen über. Dort wuchs er in Nesodden, einem Vorort von Oslo, auf. Er
spricht fließend norwegisch, englisch und russisch. Bereits im Alter von fünf Jahren lernte er das Klavier- und Geigespielen. Ebenso widmete er sich dem Gesang und der Komposition eigener
Musikstücke. (Quelle: Wikipedia)
Der heutige Song of the Day "Roll With the Wind" von Alexander Rybak vermittelt den Eindruck, dass er seinem eigenen Stil treu geblieben ist. Auch Mehrzad kennt die
Erfahrung "to roll with the wind":
Mehrzad Marashi wuchs bis zu seinem sechsten Lebensjahr in der iranischen Hauptstadt Teheran auf. Sein Vater war im Berufsmilitär in der Schah-Zeit. 1986 emigrierte die Familie aus
politischen Gründen nach Deutschland, wo Hamburg zu seiner neuen Heimat wurde. Mit 13 Jahren trat Marashi in den Gospelchor seiner Schule ein. An der Gesamtschule Horn legte er das Fachabitur ab.
Anschließend studierte er an der Sängerakademie vier Semester Gesang und Klavier, jedoch fehlten ihm zwei Semester für einen Abschluss. In der Folge unternahm er mehrere Versuche, im
Musikgeschäft Fuß zu fassen. Unter dem Künstlernamen Marasco veröffentlichte er bei Warner Music Group 2006 erste selbstproduzierte Aufnahmen, deren kommerzieller Erfolg jedoch ausblieb. Eine
Aufnahme, die auch als Single erschien, ist She's Gone, eine Coverversion des Titels She’s Like the Wind von Patrick Swayze. (Quelle: Wikipedia)
Mehrzad wünschen wir mit dem heutigen Sofdy zum Geburtstag sowie für seinen weiteren musikalischen Werdegang alles Gute: "Roll with the wind (of change)" ;) Das Album von Mehrzad trägt
hierfür ja bereits den passenden Titel: "New Life"! ...und nach einer la la la la long time wird man vielleicht sagen: "He's Like the Wind!"