Mi
29
Sep
2010
In der Presse ist in diesen Tagen von The Social Network die Rede. Dabei handelt es sich um einen US-amerikanischen Film von David Fincher, der die Entstehungsgeschichte des sozialen Netzwerks Facebook und die Erfolgsgeschichte des Gründers Mark Zuckerberg erzählt. Dabei steht nicht so sehr der "American Dream" im Zentrum der Handlung, sondern viel mehr [...] der Weg an die Spitze des Multimillionen Dollar Facebook-Imperiums, der nicht nur gesäumt (ist) mit Partys und (sexuellen) Erfolgen, sondern auch mit Verrat und diversen Klagen, wie es Moviepilot.de zusammenfasst.
Oder anders gesagt geht es in dem Film daraum, dass man keine 500 Millionen Freunde gewinnen kann, ohne sich auch ein paar Feinde zu machen.
Der Film fährt schon im Vorfeld beinahe durchweg positive Kritiken ein und genießt eine hohe Aufmerksamkeit in den Medien.
So schreibt beispielsweise Die Welt:
David Fincher […] begeht im Facebook-Film „Social Network“ […] nicht den Fehler, Zuckerberg als Witzfigur zu behandeln. Stattdessen baut er seinen Helden zu fast schon antiker Größe auf, die seinem Cäsarenkopf alle Ehre macht. […] "Social Network" […] ist, obwohl es sich um den ersten echten Blockbuster der New Economy handelt, kein Technikfilm. […] Im Grunde erzählt "Social Network" den Aufstieg von Facebook als Rachefeldzug eines Einzelgängers, der nicht dabei sein darf, wenn sich auf den Abschlussfeiern der wirklich coolen Clubs die Mädchen ausziehen - und der nach einem katastrophal gescheiterten Date im Studentenpub auf die Idee kommt, die Homepages der Wohnheime zu hacken und die Fotos sämtlicher Studentinnen herunterzuladen, um im Internet über ihr Aussehen abstimmen zu lassen. […] Ein durchaus feinfühliger Unsympath, der mit Perl-Skripts und SSL-Schlüsseln umgehen kann, baut in seinem Wohnheimzimmer etwas auf, was am Ende viel heißer und attraktiver ist als all die holzvertäfelten Verbindungshäuser - ganz abgesehen davon, dass man nicht nächtelang in Unterhosen auf dem Campus stehen muss, um bei Facebook Mitglied zu werden.“s Projekts RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas
Es ist wohl damit zu rechnen, dass der Film am 7. Oktober einen guten bis sehr guten Kinostart in den deutschen Kinos hinlegen wird. Zu einem gewissen Anteil wird das dann auch am Trailer und seiner darin enthaltenen gelungenen Hintergrundmusik liegen:
Zu hören ist darin der belgische Mädchen- bzw. Frauenchor Scala & Kolacny Brothers mit seiner Version von Creep der britischen Alternativ-Rockband Radiohead. Aber auch vor Veröffentlichung dieses Trailers waren die rund 60 jungen Frauen und die beiden Kolacny-Brüder kein unbeschriebenes Blatt. Seit 2002 machen sie mit ihren Interpretationen bekannter Pop- und Rocksongs von sich Reden - mittlerweile sogar international.
So auch mit unserem heutigen Sofdy, der am 5. Juni dieses Jahres im Rahmen des !Sing - Day of Song in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen als Teil des Projekts RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas entstand und der die beiden Songs Hungriges Herz (ursprünglich von MIA, 2004) und Was wir alleine nicht schaffen (ursprünglich von Xavier Naidoo, 2006) enthält.
Ob die 60 Mädels wohl untereinander befreundet sind? Und ob Mark Zuckerberg wohl in Anbetracht seiner 500 Millionen Freunde glücklich ist?
Nachdem Die Welt oben Cäsar ins Spiel brachte, greifen wir abschließend auf ein Zitat von Cicero zurück:
Wer einen wahren Freund sieht, sieht irgendwie ein Abbild seiner selbst.
(De amicitia 23)
Und jetzt die alles entscheidende Frage:
Wollt ihr unser Sofdy-Freund werden?