Di
12
Okt
2010
Früher im Musikunterricht spielte uns unser Musiklehrer ein paar Klassikstücke vor und bat uns, sie einfach einmal auf uns wirken zu lassen und abzuwarten, welche Bilder die Musik bei uns hervorrufen würde. Als wir später miteinander austauschten, wer in der Musik was gehört hatte, waren wir beeindruckt, wie unterschiedlich die Vorstellungen bei manchen Titeln waren, und wie deckungsgleich wiederum bei anderen.
Diese Erinnerung kam uns gestern in den Sinn, als wir den heutigen Sofdy vorbereiteten.
Was hört und seht ihr bei Antonín Dvořáks 4. Satz seiner 9. Symphonie, hier gespielt vom Dublin Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Derek Gleeson?
Vielleicht hört und seht ihr - ähnlich wie wir - Die Neue Welt, in die der böhmische Komponist sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts gewagt hatte, als er Prag hinter sich ließ, um eine Direktorenstelle am dortigen nationalen Musikkonservatorium anzutreten. Es heißt, Dvořák habe für New York einige seiner bekanntesten Werke geschrieben, so auch die Sinfonie Nr. 9 „Aus der Neuen Welt“.
Vielleicht hört und seht ihr aber auch Die Neue Welt, die der italienische Seefahrer Christopher Kolumbus am 12. Oktober 1492 erschloss. Der heutige Kolumbus-Tag, der in Spanien als Nationalfeiertag und in den USA am jeweils 2. Montag im Oktober gefeiert wird, erinnert an seinen Verdienst, Amerika (wieder)entdeckt zu haben.
Zu den Feierlichkeiten in den USA verrät uns Wikipedia:
Die Hauptfeierlichkeiten in den USA finden in New York City statt, wo jedes Jahr ein riesiger Festumzug veranstaltet wird.
Dvořák und Kolumbus - New York und das Erschließen neuer Welten verbindet die beiden bei unserem heutigen Sofdy miteinander.
Was für eine tolle Musik. Was würde besser zu meinem Morgenkaffee passen? Das Stück ist so erfrischend, dass man das Duschen ruhig mal auslassen kann!
