Do
14
Okt
2010
Alle Welt schielt nach Chile. Ach, was sagen wir! Über diesen Punkt sind wir längst hinaus: Alle Welt feiert Chile. Von "Wir sind Chile" ist gar in den Schlagzeilen die Rede, und tatsächlich bringt das ganz gut auf den Punkt, was gestern Millionen Menschen vor den Bildschirmen auf der ganzen Welt empfanden. Zu Redaktionsschluss war absehbar, dass die Rettung der Bergleute in vollem Umfang gelingen würde.
Das Wunder, dem wir am 24. August mit The Miracle von Cliff Richard unseren Sofdy widmeten, ist damit perfekt, und die Hoffnung im "Camp der Hoffnung" in San José hat gesiegt. Man könnte auch sagen: Sie hat gute Mine zum bösen Spiel gemacht.
Unser heutiger Sofdy ist das Steigerlied, ein altes Bergmannslied, das längst zum deutschen Volksliedgut gehört und auf das uns unser treuer Sofdy-Fan Jens aus Gelsenkirchen gebracht hat (vielen herzlichen Dank dafür an dieser Stelle!!!). Auf Wikipedia handelt ein ganzer Artikel nur von diesem Lied, und sogar die Noten finden sich dort. Dort lässt sich zum Inhalt nachlesen:
Der Inhalt spiegelt die Hoffnung der Bergarbeiter wider, nach der harten und gefährlichen Arbeit aus dem Bergwerk wieder gesund auszufahren und zu Frau und Familie zurückzukehren.
Welch Song würde also besser passen als dieser!
Auch auf Youtube spiegelt sich Solidarität und Hoffnung wider. Unter den vielen Youtube-Glück-Auf-Kommentaren aus aller Welt fanden wir beispielsweise diesen hier:
Glück auf ausm sauerland und gott sei dank ist es in chile bald geschaft
Diese Aussage schließt nahtlos an die letzte Schlagzeile an, die uns zu Redaktionsschluss über den geretteten 28. Bergmann erreichte:
Bergwerk San José (dpa) - Die Rettungsaktion in Chile nähert sich ihrem glücklichen Ende. Als Nummer 28 der insgesamt 33 verschütteten Bergleute kehrte Richard Villarroel Godoy sicher an die
Oberfläche zurück.
Die Retter zogen den Ende-20-jährigen Villarroel am Mittwoch um 19.44 Uhr Ortszeit (Donnerstag, 00.44 Uhr MESZ) aus der schmalen Rettungskapsel. Seine Frau erwartet für Ende November ein
Kind. Auch er trug wie einige seiner Kollegen ein T-Shirt, auf dem er Gott für die Rettung dankte. «Gracias Señor, thank you Lord» («Danke, Herr») stand darauf geschrieben.
Was für eine gute Idee für einen Sofdy. Dieser Jens aus Gelsenkirchen scheint ja ein toller Typ zu sein!
