Di
19
Okt
2010
Versprochen ist versprochen - vor ein paar Tagen, als wir die 100-er-Marke dank eurer tatkräftigen Mithilfe knackten (kaum zu glauben, dass wir jetzt schon bei über 200 sind!!!), gaben wir euch das Versprechen, eure Sofdy-Wünsche zu erfüllen, so denn ihr welche äußern würdet.
Und tatsächlich, ihr habt uns eure Wünsche genannt, und so freuen wir uns, heute dem Wunsch von Helga nachzukommen, die sich Woman in Chains von Tears for Fears, die uns bisher v.a. durch ihre Hits Shout und Everybody Wants to Rule The World (beide 1985) bekannt waren, wünschte.
Es gibt Songs, deren Titel oder Metaphern uns in die Irre führen oder Assoziationen hervorrufen, die mit der tatsächlichen Aussage des Songs nicht viel oder gar nichts zu tun haben. Für solche Fälle eignen sich Seiten wie Songsense.net, auf denen eben diese Irrtümer aufgedeckt werden.
Im Fall unseres heutigen Sofdys geht es aber tatsächlich um das, was der Titel ankündigt.
Roland Orzabal, Sänger von Tears for
Fears, äußerte sich damals in den späten 80-ern folgendermaßen über den Song:
"I was reading some feminist literature at the time and I discovered that there are societies in the world still in existence today that are non-patriarchal. They don't have the man at the top and the women at the bottom. They're matricentric - they have the woman at the centre and these societies are a lot less violent, a lot less greedy and there's generally less animosity... but the song is also about how men traditionally play down the feminine side of their characters and how both men and women suffer for it.... I think men in a patriarchal society are sold down the river a bit - okay, maybe we're told that we're in control but there are also a hell of a lot of things that we miss out on, which women are allowed to be".
(Wer die Lyrics in Ruhe nachlesen möchte...hier entlang bitte...)
Umso interessanter scheint da die Begebenheit, dass Orzabal maßgeblich an der Entdeckung von Oleta Adams beteiligt war, mit der er hier im Duett zu sehen und hören ist und die sich mit Hits wie Get Here (1991) und Window of Hope (1993) auf Dauer einen [...] "festen Platz in der ersten Liga der US-amerikanischen Soul-Sängerinnen" (Quelle: Wikipedia) sicherte.
Tränen für die Ängste und eine Frau in Ketten - wirklich viel versprechend klingt das zunächst nicht; wenn man dann allerdings den Youtube-Play-Knopf betätigt und unserem heutigen Sofdy lauscht, wird man ein mal mehr staunen, wie vielseitig doch die Musik ist...und wie viel es zu entdecken gibt.
In diesem Sinne danke für den super Tipp, liebe Helga, und euch allen noch einen schönen Dienstag!