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So

07

Nov

2010

Sister Acts

Ist Euch auch schon mal aufgefallen, dass es in der Musikwelt sehr viele gemeinsam rockende Geschwister gibt? Es bietet sich förmlich an, werdet Ihr jetzt sagen. Stimmt, zumindest, wenn es ein gewisses Grundinteresse in der Familie gibt.

 

Geschwister entwickeln gemeinsame Interessen, und sei es um einander besser ertragen zu können. Man streitet, ist aufeinander angewiesen, wird von den Eltern im Doppel- oder Mehrfachpack zur Rechenschaft gezogen, man ist unterschiedlich, will sich vom anderen abgrenzen, muss vielleicht sogar das Zimmer miteinander teilen!

 

Auszugehen ist also von einer Art Zwangs- und Zweckgemeinschaft, die – wenn es gut läuft – dazu führt, dass man einander akzeptiert, vertraut und vielleicht sogar entdeckt, dass man sich - letztlich oder irgendwann - bedingungslos auf den anderen verlassen kann.

 

Die Bandbreite des Geschwisterseins mit Ups and Downs kann man sicher auch bei MusikerInnen voraussetzen. Viele musikalische Geschwister haben es nicht immer leicht miteinander gehabt, so nachzulesen auch bei Wikipedia.


Was aber musikalisch dabei allein in der Nachkriegs-Musikgeschichte
herausgekommen ist – wir haben der geschwisterlichen Kreavitität etliche
Sternstunden zu verdanken!

Wenn ich hier nicht weiter auf Tokio-Hotel und die Kaulitz-Brüder eingehe, nimmt mir das keiner übel..., oder?

 

Fangen wir doch einfach mal mit Creedence Clearwater Revival an. Ich schließe mich dem an, was ein YouTube-Nutzer geschrieben hat: CCR rocks!

Tom Fogerty ist leider nur 48 Jahre alt geworden, und es heißt, er habe stets im Schatten seines Bruders gestanden. Trotzdem: Nachdem er 1971 die Band verlassen hatte, konnte CCR nicht mehr wirklich an vergangene Erfolge anknüpfen.

 

Erinnert Ihr Euch an Bros? Das war die Zeit, als pubertierende Jungs in Scharen in die Schmuckläden liefen, um sich dort Ohrlöcher stechen zu lassen... in beide Ohren, wohlgemerkt! Von Bros hört man allerdings mittlerweile gar nichts mehr...

Tja, ich kann nicht anders, ich lande doch immer wieder bei älteren Herren, zum Beispiel den Bee Gees:

und den Beach Boys:

Die meisten ihrer Songs sind doch mittlerweile echte Klassiker der Musikgeschichte, oder seht Ihr das anders?

 

Ich weiß, ich stoße damit nicht auf uneingeschränkte Gegenliebe, aber Ace of Base möchte ich doch zu ihrem Recht kommen lassen – immerhin sind hier gleich 3 Geschwister am musikalischen Werk:

Dann möchte ich Euch die Carpenters vorstellen oder in Erinnerung bringen. Sie sind damals in eine neue, sehr eigene Richtung gegangen, nennen wir sie mal Alltagsbalsam. Aber hört und seht selbst:

Kein Balsam, sondern einsam. Das wurde es um die Dixie Chicks, nachdem sie ein politisches Statement gegen Bush abgegeben hatten.

Wenn wir schon bei Schwestern sind – wir haben noch die Bangles anzubieten:

und die Ronettes:

...und wir greifen sogar noch ein bisschen tiefer in die Klamotten-Kiste mit den Shangri-Las – auch sie brachten in einer Zeit mickriger Verstärker riesige Hallen zum Kreischen

Wenn wir über Geschwister reden, dürfen wir die Corrs nicht vergessen, finde ich:

Na, ist das Musik?

Schade, dass es so still um sie geworden ist, oder? Aber – es gibt Neuigkeiten, siehe Sofdy von heute!


Ihr meint, ich habe die populärste Geschwistergruppe überhaupt vergessen? Nein, habe ich nicht. Hier sind die Jackson Five:

Wenn Ihr weitere Geschwister hier zu Wort bzw. zu Noten kommen lassen wollt, lasst es mich wissen: top-sigrid@musikdach.de.


Tschüss – bis nächste Woche!

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