Fr
10
Dez
2010
And how in the world
Can the words that I said
Send somebody so over the edge
That they'd write me a letter
Saying that I better shut up and sing
Or my life will be over.
Was die Dixie Chicks in unserem heutigen Sofdy Not Ready To Make Nice besingen, handelt von der Thematik, dass Musiker auf vielen Teilen dieser Erde mundtot gemacht oder gar bestraft werden, wenn sie ihre Meinung in Form ihrer Musik kundtun, um beispielsweise auf politische Missstände hinzuweisen. Dass es eine internationale Organisation - Freemuse - gibt, die sich eigens für das Recht auf freie Meinungsäußerung für Musikerinnen und Musiker in aller Welt einsetzt, lässt erahnen, unter welcher Unterdrückung Musiker vielerorts zu leiden haben. Auf der offiziellen Website eben dieser Organisation stolperten wir im Zuge unserer Recherche zum heutigen Tag der Menschenrechte über die Geschichte der drei Country-Musikerinnen, die uns vor einigen Jahren schon einmal begegnete und bis heute nachhaltig beeindruckt:
Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere angelangt, widerfuhr den Dixie Chicks das folgende Schicksal, als sich Sängerin Natalie Maines bei einem Live-Konzert in London kritisch über den damaligen Präsidenten George W. Bush und den Einzug der US-Truppen in den Irak äußerte. Wikipedia fasst zusammen:
Für einen nachhaltigen Skandal sorgte Natalie Maines schließlich im Frühjahr 2003, als sie während eines Konzertes am 10. März in London äußerte, die Band sei „beschämt, dass der Präsident
der Vereinigten Staaten aus Texas stamme“. Maines stammt aus Lubbock, Texas. Dies sorgte für Empörung, wobei es in der Folgezeit zu Boykottaufrufen unter konservativen Countryfans und in den
US-amerikanischen Medien kam[...].
Wie umfassend und dramatisch dieser Boykott ausfiel, dokumentiert der 2006 veröffentlichte Film Shut Up and Sing:
Der Film ist nach Meinung unserer Redaktion absolut empfehlenswert. Auch die Rezensenten auf Amazon äußern sich begeistert. Dort heißt es beispielsweise:
Hoch anzurechnen ist es den Dixie Chicks, dass sie nicht eingeknickt sind und mutig zu ihrer Antikriegshaltung gestanden haben, zumal die Lüge der Bushadministration schließlich ans Licht
kam.
Für mich sind die Dixie Chicks die wahren amerikanischen Helden, die noch für das eintreten, was die Amerikaner der Welt bringen wollen: Das Recht auf die freie Meinung!
2007 wendete sich das Blatt für die drei Mädels: Als der Irakkrieg und Bush immer mehr in die Kritik gerieten, wurde aus den Geächteten Vorbilder, die man schlussendlich mit fünf Grammies (davon drei für unseren heutigen Sofdy, in dem sie ihre Erlebnisse rund um den Boykkott aufarbeiteten) dafür belohnte, von Anfang an Rückgrat bewiesen zu haben.
Ein wunderbares Beispiel, stellvertretend für die vielen Geschichten "wahrer Helden", die sich um Meinungsfreiheit und Menschenrechte verdient machen und vor denen wir mit unserem heutigen Sofdy den Hut ziehen.
Ist es das denn wirklich wert?, mag sich manch einer nun fragen. Fragen wir Maines. Ob es das alles wert war?, wurde auch sie in der Presse immer wieder gefragt. Hier ihre Antwort:
Und abschließend noch ein Lesetipp zu diesem Thema: Im aktuellen Amnesty Journal von Amnesty International vom 26. November geht es unter dem Titel Der Sound der Freiheit ebenfalls um das Thema Musik und Menschenrechte:
Sie lassen sich den Mund nicht verbieten und handeln sich mit ihren Songs mächtigen Ärger ein. In vielen Ländern werden Musiker verfolgt, zensiert oder verjagt, weil sie eine unbequeme Meinung vertreten. Oft werden diese Fälle jedoch kaum wahrgenommen. Dabei sind Musiker so wichtig wie Journalisten: Sie geben jenen, die sich nicht ausdrücken können, eine Stimme.
Weitere Infos dazu hier.
Liebe Sofdy-Fans, das heutige Sofdy-Adventstürchen ist geöffnet:
Hier geht für den Schnellsten von Euch zum Download vom heutigen Sofdy! Viel Freude beim Anhören!