Do
06
Jan
2011
Wer uns schon eine Weile kennt, hat vermutlich geahnt, wem wir unseren heutigen Sofdy widmen würden - immerhin verbreiten sich in Zeiten des Internets Meldungen wie etwa die über den plötzlichen Tod eines bekannten Musikers schneller denn je. Und so erfuhren auch wir gestern Nachmittag durch Online-Schlagzeilen, dass Gerry Rafferty am vergangenen Dienstag im Alter von nur 63 Jahren verstarb. Vielerorts ist davon die Rede, er sei einem Leberleiden erlegen, das auf Alkoholismus zurückzuführen war, wohingegen auf Wikipedia keine Aussage über die Todesursache getroffen wird. Fest steht: Die Musikwelt und seine Fans trauern.
Wer noch grübelt, wer Gerry Rafferty war, wird mit Sicherheit ach-so!-en, sobald die ersten Takte unseres heutigen Sofdys erklingen. Spätestens das legendäre Saxophon-Intro, so sind wir uns sicher, wird Erinnerungen und Assoziationen wecken.
Unser heutiger Sofdy Baker Street ist schließlich DAS Lied, das in einem Atemzug mit Gerry Rafferty genannt wird. Es ist DAS Lied, das Rafferty 1978 weltweiten Erfolg brachte und erst im Oktober letzten Jahres laut der Broadcast Music Incorporated (einem Pendant zur hiesigen GEMA) offiziell auf weltweit 5 Millionen Plays kam. Es ist DAS Lied, mit dem Rafferty den Musikliebenden weltweit in Erinnerung bleiben wird.
Der Stern fasst die (Erfolgs-) Geschichte von Baker Street wie folgt zusammen:
Der im schottischen Paisley geborene Sohn einer schottischen Mutter und eines irischen Vaters begann seine Karriere als Straßenmusiker in der Londoner U-Bahn. "Baker Street", das nicht zuletzt wegen seines charakteristischen Saxophon-Solos berühmt ist, war eine Hommage an diese Zeit. Neben dem fiktiven Wohnsitz des Detektivs Sherlock Holmes existiert an der Londoner Baker Street auch eine U-Bahn-Station gleichen Namens. Die Single schaffte es 1978 auf Platz 6 der britischen, Platz 3 der deutschen und Platz 2 der US-Charts. Das dazugehörige Album "City to City" erklomm in den USA sogar Platz 1.
Einen anderen, äußerst lesenswerten Artikel über den Werdegang Raffertys fanden wir auch in der FAZ, wo es unter anderem heißt:
Mit Liedern wie „Baker Street“ bot Gerry Rafferty dem Punk die Stirn und sicherte sich einen Platz unter den Großen der britischen Popmusik.
Und so ziehen auch wir heute den Hut vor einem der "Großen".