10 Millionen Facebook-Fans können nicht irren - damit werben die Jungs von Bon Jovi jedenfalls dieser Tage auf ihrer offiziellen Website.
Können aber 10 Milliarden Downloads irren? Nach Ansicht von Jon Bon Jovi ja, zumindest äußerte er sich in einem Interview mit der Sunday Times entsprechend kritisch über die Rolle, die der digitale Musikstore iTunes und Apple-Gründer Steve Jobs in den letzten Jahren in der Musikwelt gespielt haben.
Das Original-Interview lässt sich online leider nicht kostenfrei aufrufen, doch andere Quellen berichten, dass Jon Bon Jovi gar davon spricht, dass Steve Jobs verantwortlich sei für den Niedergang der Musikbranche. Wir zitieren:
Der Rocksänger Jon Bon Jovi ist nicht nur nostalgisch, sondern offenbar auch noch wütend. Im Interview mit dem Sunday Times Magazine (...) sagte er: “Der heutigen Jugend geht völlig die Erfahrung ab, wie man die Kopfhörer aufsetzt, die Lautstärke auf 10 hochdreht, die Hülle in die Hand nimmt, die Augen schließt und sich in einem Album verliert; und auch das tolle Gefühl, sein Taschengeld zu nehmen und eine Entscheidung nur aufgrund der Hülle zu treffen, ohne zu wissen, wie die Platte klingt.”
(...)
Er beobachtet seine eigenen Kinder, die sich nicht mehr auf die Musik auf ihrem MP3-Player konzentrieren können. “Ich hasse es, wie ein alter Mann zu klingen. Aber ich bin einer. Die nächste Generation wird fragen, was passiert ist. Steve Jobs ist persönlich verantwortlich für den Niedergang der Musikbranche [personally responsible for killing the music business].”
[Quelle: Zeit.de]
Dass sich die Art und Weise, wie Musik wahrgenommen, genossen und gewertschätzt wird, in den letzten Jahren drastisch verändert hat, ist wohl unbestritten. Das Internet hat vieles schneller und bequemer gemacht. Im Hinblick auf die Musik ist manches vielleicht zu schnell und bequem geworden.
Ob das etwas Schlechtes ist und jemand dafür zur Verantwortung gezogen werden muss? Wir sind uns da nicht sicher. Letztlich steht ja jedem frei, das zu tun, was er für richtig hält. Und in jeder Veränderung steckt immer auch das Potential eines Neuanfangs.
Und was gut ist, bewährt sich auch in Zeiten der Veränderung. Wie unser heutiger Sofdy Stand By Me.
Den Song gibt es in unzähligen Interpretationen. Vom Original von Ben E. King...
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...über eine reizende Version der Muppets...
...bis hin zu einer eindrucksvollen Version von Straßenmusikern, die sich im Rahmen des Projekts Playing for Change weltweit zusammenschlossen:
Diese Version hier war uns allerdings bislang noch nicht bekannt. Zu ihrer Entstehung heißt es auf youtube:
On June 24, Iranian Superstar Andy Madadian went into an LA recording studio with Jon Bon Jovi, Richie Sambora and American record producers Don Was and John Shanks to record a musical message of worldwide solidarity with the people of Iran. This version of the old Ben E. King classic is not for sale - it was not meant to be on the Billboard charts or even manufactured as a CD.....it's intended to be downloaded and shared by the Iranian people...to give voice to the sentiment that all people of the world stand together....the handwritten Farsi sign in the video translates to "we are one".
"We are one" - in Zeiten der Veränderung, in Zeiten wie diesen mit Sicherheit eine gute Botschaft.