Do
17
Mär
2011
Nachdenklich - das werden im Moment sogar Menschen, die bisher manches eher als harmlos eingestuft haben. Denn: nicht alles, was machbar ist, ist auch unter Kontrolle zu halten.
1983 kam ein Film in die Kinos, der auf der Geschichte von Karen Silkwood basiert. Meryl Streep in der Hauptrolle und Kurt Russell - als bester Nebendarsteller für den Oscar nominiert - nahmen sich darin eines heiklen Themas an.
Die gelernte Chemietechnikerin arbeitete in der Kerr-McGee-Plutonium-Aufbereitungsanlage in der Nähe von Crescent, Oklahoma. Sie beobachtete, dass der Konzern Kerr-McGee die gesetzlichen Sicherheitsbestimmungen verletzte und seine Angestellten schweren gesundheitlichen Risiken durch Kontamination mit radioaktivem Material aussetzte. Bei ihr selbst wurde eine erhöhte Belastung mit Plutonium festgestellt. Hinzu kam, dass das Unternehmen mehrfach fehlerhafte Brennelemente auslieferte, deren Einsatz den sicheren Betrieb von Reaktoren gefährdete. Verantwortliche im Unternehmen manipulierten Unterlagen, um die mangelhafte Qualität der Elemente zu kaschieren.
Karen Silkwood stellte eine Reihe von belastenden Dokumenten zusammen, mit deren Hilfe sie die skandalösen Zustände aufdecken wollte. Sie nahm Kontakt zu Reportern der New York Times und Verantwortlichen ihrer Gewerkschaft, der Oil, Chemical and Atomic Workers Union auf. Auf dem Weg zu einem Treffen in Oklahoma City, bei dem sie die belastenden Unterlagen übergeben wollte, kam sie am 13. November 1974 bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Der offizielle Polizeibericht schrieb diesen Unfall ihrer Übermüdung zu. Jedoch gab es Vermutungen, die von einem Attentat ausgingen, um sie wegen ihrer skandalträchtigen Whistleblower-Aussagen über die gefährlichen Arbeitsbedingungen in der Nuklearfabrik zum Schweigen zu bringen. Diese Spekulationen konnten jedoch nie bewiesen werden.
Ihr Tod löste landesweites Medienaufsehen aus, führte zu umfangreichen Untersuchungen. 1975 entschied sich Kerr-McGee, das Werk komplett zu schließen. (Quelle: Wikipedia)
Kurt Russell wird heute 60. Wir gratulieren ihm mit dem Song "Amazing Grace", mit dem der Film endet. Ja, Meryl Streep kann auch singen, wie sie in Silkwood beweist.
Das Amazing Grace war bei uns schon zweimal zu hören, und zwar hier...- und hier...
Euch einen sonnigen Donnerstag mit Sofdy-Genuss, denn Sofdy und Nachdenklichkeit schließen sich nicht aus. So ist das Leben, so ist der Sofdy...