Fr
18
Mär
2011
Er wäre heute 70 Jahre alt geworden: Wilson Pickett, einer der bedeutendsten Soul-Sänger, die die 60er Jahre geprägt haben.
Erfolg will verkraftet werden. Das gelingt nicht immer. In der Musikgeschichte finden sich viele Beispiele für exzessiven Alkohol- und Drogenkonsum, dem große Künstler verfallen sind, oft ein verzweifelter Versuch, um den Leistungspegel kontinuierlich oben zu halten. So auch bei Wilson Pickett: Eine Karriere, die zunächst vielversprechend verlief, fand ihr Ende durch Alkohol und Drogenkonsum.
1991 wurde Pickett in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Er verfiel mehr und mehr dem Alkohol. Im Januar 1992 musste er sein Haus in Englewood aufgrund von Mietrückständen verlassen. Im darauffolgenden April fuhr er in betrunkenem Zustand den 86-jährigen Pepe Ruiz an und verletzte ihn lebensgefährlich. Im Mai wurde er zu einer Geldstrafe sowie einer Entziehungskur verurteilt, nachdem er seine Freundin geschlagen hatte. 1993 landete er aufgrund des Verkehrsunfalls vom vorhergehenden Jahr für ein Jahr im Gefängnis mit fünfjähriger Bewährungszeit. Bereits im April 1996 wurde Pickett wegen des Besitzes von zwei Gramm Kokain erneut inhaftiert.
Einige Jahre nach seiner Entlassung kehrte er ins Studio zurück und erhielt für sein 1999er Album It's Harder Now eine Grammy-Nominierung.
Eine Neuaufnahme seines Titel "634-5789" ist mit ihm und anderen Sängern im Film Blues Brothers 2000 zu hören.
Am 19. Januar 2006 verstarb Wilson Pickett in einem Krankenhaus in Reston, US-Bundesstaat Virginia, infolge eines Herzinfarkts.
[Quelle: Wikipedia]
Selbst Aretha Franklin attestierte "Wicked Pickett", wie er auch in Anbetracht seiner kraftvollen Bühnenpräsenz und seines gelinde gesagt interessanten Lebenswandels genannt wurde, nach Bekanntwerden seines Todes, dass er einer der größten Soulsänger aller Zeiten gewesen sei. Ein solcher Arethaschlag sucht seinesgleichen.
In ähnlicher Weise kann man über unseren heutigen Sofdy In the Midnight Hour (1965) sagen, dass er längst zu den beliebtesten Soul-Standards aller Zeiten zählt - vieleMale von anderen Musikern kopiert, imitiert oder interepretiert, und doch nie so gut wie das Original. Seht und hört selbst.
Come on, Wilson! Give it to us!