Di
26
Apr
2011
Die Eier sind alle gefunden und wir lassen die Steine rollen. Oder bringen zumindest einen ins Rollen, wie man's nimmt. Anlass dazu gibt uns der heutige Welttag des geistigen Eigentums.
Dass das Thema geistiges Eigentum und der Schutz desselben seit Einbrechen des Internet-Zeitalters an Brisanz hinzugewonnen hat, dürfte allgemein hin bekannt sein, hat doch jeder auf die eine oder andere Weise schon einmal vor der Frage gestanden, ob der Download einer verführerisch daherkommenden, da kostenlosen, mp3 tatsächlich illegal ist oder eben nicht. Selbst Bundeskanzlerin Merkel meldete sich zu diesem Thema 2008 zu Wort, nachdem Vertreter der deutschen Musikbranche einen offenen Brief an sie gerichtet hatten mit der Bitte, sich dem Schutz geistigen Eigentums verstärkt zu widmen.
Im Zuge unserer Recherche stolperten wir über einen Artikel von John Mellencamp, der in der Sueddeutschen veröffentlicht wurde und der interessante Einblicke darüber gibt, wie ein altgedienter Musiker die Veränderungen in der Musikbranche beobachtet und einschätzt. In dem Artikel Keine Zeit mehr für Musik heißt es unter anderem:
Ein Künstler ist auf der Welt, um dem Zuhörer die Chance zu geben, etwas Wahrhaftiges zu erleben, selbst wenn er es nur in kleinem Rahmen schafft. Aber auch wenn ein Musiker nur für dreieinhalb Minuten unterhält, ist das etwas, für das man dankbar sein kann. Überlegen Sie sich einmal, was für eine Bereicherung ein Song wie "Like A Rolling Stone" für unser Leben ist.
Ob in der Version von Urheber Bob Dylan oder in unserer heutigen Version von The Rolling Stones, Like a Rolling Stone ist wahrlich eine Bereicherung und unser kleiner, wenn auch nicht stiller Beitrag zum heutigen Welttag des geistigen Eigentums.