Mi
04
Mai
2011
Neulich erzählte uns eine Freundin von einem Ferienlager, an dem sie im zarten Alter von sieben oder acht Jahren teilgenommen hatte. Als man ihr während ihrer Zeit an der Nordsee (oder war es die Ostsee?) rosa Pillen gegen das Heimweh verabreichte, hinterfragte sie seinerzeit nicht weiter deren Wirkung - warum auch? Immerhin war das Heimweh von jetzt auf gleich wie weggepustet.
Dass es sich hierbei um den berühmt berüchtigten Placebo-Effekt handelte, sollte sich erst später herausstellen - nämlich als unsere Freundin ein paar Tage nach ihrer Heimkehr in die Apotheke stapfte, um sich vorsorglich für ihre nächste Reise eine Reserve an Heimweh-Pillen anzuschaffen. Erst als der Apotheker zu kichern begann, fiel der kleine Ferienlager-Betrug auf - sehr zur Scham unserer Freundin, wie man sich denken kann, und sehr zu unserem Amusement, als wir davon hörten.
Gegen Heimweh gibt es ebenso wenig Pillen wie gegen den Liebeskummer. Deswegen gibt es auch so viele Lieder, die davon handeln. Mag es für den Betroffenen auch noch so unangenehm und schmerzhaft sein, für uns als Musikhörer sind die Songs, die dabei 'rumkommen, höchsterfreulich. Unser heutiges Loving You Is Killing Me von Aloe Blacc ist dafür ein gutes Beispiel, und jetzt mal ehrlich: Der groovige Song ist doch fast so heilsam wie eine Pille gegen den Liebeskummer, oder nicht?
Und wer doch noch ein paar "TIpps für den Notfall" gebrauchen kann, wie er mit seinem Liebeskummer in "Extremsituationen" umgehen sollte, findet vielleicht diesen Link, den wir an dieser Stelle augenzwinkernd empfehlen, interessant.