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07

Sep

2011

07/09/2011 - Ralph McTell: Streets Of London

Wie es sein Nachname schon ankündigt, weiß Ralph McTell uns heute eine Geschichte zu erzählen. Und zwar die von den Straßen Londons, die wir hier ausnahmwweise in voller Länge, da in schöner Übersetzung vorhanden, zitieren:

 

Hast du den Alten unten am Markt gesehen?
Wie er mit seinen ausgelatschten Schuhen Papier über den Platz kickt
In seinen Augen siehst du keinen Stolz
Er trägt die Zeitung von gestern mit sich rum,
die berichtet ihm von den gestrigen Neuigkeiten.

Im Nachtcafe um Viertel nach Elf
Sitz er dann alleine am Tisch
Er betrachtet sich die Welt über den Rand seiner Teetasse
Jeder Tee langt für eine Stunde und dann geht er allein nach Hause.

Hast du den Alten vor der Seefahrer Mission gesehen?
Erinnerungen verblassen genau wie das Band von seinem Orden, den er trägt.
Im Winter in der Stadt ruft der Regen nach Mitleid
für einen vergessen Helden. Aber den Leuten ist das egal.

Also, erzähl mir nicht du seiest einsam
Und dass die Sonne für dich nicht scheint.
Lass mich dich durch die Straßen von London führen,
das wird deine Meinung ändern.

 

(Quelle: SWR1)

 

Ende der 60-er Jahre veröffentlicht, gehört Streets of London wohl zu jenen zeitlosen Klassikern, die auch heute noch musikalisch wie textlich für sich stehen und es auf den Punkt bringen. Oder wie Wikipedia es formuliert:

 

Das Lied wurde von McTells Erfahrungen inspiriert, die er besonders in London und Paris machte, während er als Straßenmusiker durch Europa trampte. Die einzelnen Strophen entstammen vor allem seinen Erfahrungen in Paris, doch da McTell die Einwohner der Stadt nicht kränken wollte, versetzte er den Schauplatz nach London. Streets of London stellt die Probleme der Durchschnittsbürger denen der Obdachlosen, der einsamen Alten und den ignorierten und vergessenen Mitgliedern der Gesellschaft gegenüber.

 

(zur Quelle)

 

Ein schöner Vorschlag von Udo neben den vielen anderen interessanten Vorschlägen von euch allen. Danke!

 

Da sind wir also gelandet mit unserer neuen Sofdy-Aktion. Weiter geht's mit unseren vollen Koffern. Wenn im Text schon von Paris die Rede ist, wollen wir dann vielleicht mit Frankreich weitermachen?

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