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Mi

16

Nov

2011

16/11/2011 - Franz Josef Degenhardt: Rosen im Schnee

Gestern ging es durch die Medien: Franz Josef Degenhardt, seines Zeichens deutscher Liedermacher, Schriftsteller und promovierter Rechtsanwalt, ist am Montag im Alter von 79 Jahren verstorben. Die ZEIT bezeichnete ihn einst als „singenden Anwalt“ und „schreibenden Barden“, und auch in Nachrufen mit Titeln wie Klassenkampf mit Klampfe (Spiegel) klingt seine Motivation an, die ihm vor allem in politisch links orientierten Kreisen zu Ruhm und Ehre verhalf.

 

Als Liedermacher war er eine Stimme der 68er-Bewegung, engagierte sich für die Ostermarschbewegung, die Proteste gegen den Vietnamkrieg, die Notstandsgesetze, die „Berufsverbote“. Seine ersten Auftritte hatte er auf den Burg-Waldeck-Festivals. 1965 erschien sein Album Spiel nicht mit den Schmuddelkindern, dessen Titellied ihn berühmt machte.

 

...verrät uns Wikipedia. Eben diesen Song haben wir hier für euch herausgesucht:

Ein echtes stück musikalische Zeitgeschichte, und mit Sicherheit auch für die jüngeren Generationen gerade in diesen interessanten politischen Zeiten interessant.

 

"Singen ist immer politisch", zitiert der NDR Degenhardt in seiner Meldung über dessen Tod und fügt hinzu:

Seinen Ruf erlangte Degenhardt vor allem mit Liedern und Balladen, in denen er die gesellschaftlichen Zustände der Bundesrepublik kritisierte und auf Veränderung drängte. Politik gehöre für ihn in die Kunst, hatte der Liedermacher in einem seiner seltenen Interviews kurz vor seinem 75. Geburtstag gesagt: "Es ist ja kein Singen, kein Lesen, kein Malen außerhalb historischer Horizonte möglich", meinte Degenhardt. "Es ist immer öffentlich, gesellschaftsbezogen und damit auch politisch."

 

(zum gesamten Artikel auf ndr.de)

 

Ein Nachruf der etwas persönlicheren Art findet sich in Form eines Facebook-Posts, den Konstantin Wecker nach Bekanntwerden von Degenhardts Tod vornahm:

 

ohne ihn hätte ich wahrscheinlich nie angefangen selbst lieder zu schreiben. franz josef degenhardt ist tot und mit ihm stirbt ein genre. für mich war er einer der größten poeten der nachkriegszeit. sein politisches engagement hat ihm zeitlebens die möglichkeit verbaut, als dichter so von den medien wahrgenommen zu werden, wie er es verdient hätte. aber - er wollte das gar nicht. ich hab ihm viel zu verdanken. wir werden sein werk weiter am leben halten.

 

"The Sofdy Way of Nachruf" ist unser heutiges Rosen im Schnee. Hier also zum Gedenken an Franz Josef Degenhardt:

Sofdy-Service zum heutigen Song of the Day:

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