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Di

06

Dez

2011

06/12/2011 - Nancy Sinatra: These Boots Are Made For Walking

Um Stiefel geht es heute - für die einen um Nikolaus-Treter, für die anderen um Fußwärmer, mit denen man einfach nur läuft. Nun ja, das eine schließt das andere nicht aus. Manchmal werden Stiefel allerdings auch ein wenig zweckentfremdet, wie unsere heutige Sofdy-Interpretin andeutet.

Mit allen, die heute einen prall gefüllten Stiefel vor ihrer Türe finden, freuen wir uns natürlich. Alle anderen mögen sich mit einem musikalischen Stiefelpaar trösten, von niemand Geringerem getragen als von Nancy Sinatra - oft kopiert, nie erreicht.

Dann möchten wir noch ein paar Stiefel ins Gespräch bringen, die Sonntag abend den Besitzer gewechselt haben. Thomas Gottschalk verschenkte seine Tiger-Boots, die immerhin auch Günther Jauch passten, spontan an dessen Publikum. Ein Vorgriff auf den heutigen Nikolaustag?

 

Nancy Sinatras professionelle Karriere im Musikgeschäft begann in den frühen 60er Jahren, als sie bei der Plattenfirma ihres Vaters, Reprise Records, einen Vertrag unterschrieb. Ihre erste Single in den USA erschien 1961 mit dem Titel Cuff Links and a Tie Clip. Fast ein halbes Dutzend Singles folgten, die allesamt auf dem amerikanischen Markt floppten. Mehr Glück hatte sie 1962 zum Beispiel in Italien - dort platzierte sich die Single Like I Do auf Platz 2 der Charts.In ihrer Heimat wendete sich das Blatt erst 1965. Die Bekanntschaft zu dem Singer-Songwriter Lee Hazlewood, der zuvor relativ erfolglos eigene Platten aufgenommen und für Dean Martin den Hit Houston geschrieben hatte, gab Sinatras Karriere die entscheidende Wendung. Er produzierte auch die Single So Long, Babe, die auf Platz 86 der US-Charts landete und somit der erste Achtungserfolg für Sinatra war.

Bereits die nächste Single These Boots Are Made for Walkin' entwickelte sich zum Welthit und einem der bekanntesten Songs des Jahrzehnts. Sowohl in den USA als auch in Großbritannien und Deutschland stand das Lied auf Platz 1 der Charts. Unter dem Titel Boots erschien 1966 auch das erste Album von Sinatra. Hazlewood übernahm hierfür die komplette Produktion. Neben seinen Kompositionen enthält das Werk auch einige bemerkenswerte Coverversionen, darunter Day Tripper von den Beatles, It Ain't Me Babe von Bob Dylan und Flowers on the Wall von den Statler Brothers. Für die üppig orchestrierten Arrangements zeichnete Billy Strange verantwortlich, der in den folgenden Jahren immer wieder für Sinatra arbeitete und besonders in Kombination mit den eigenwilligen Hazlewood-Kompositionen zu Höchstleistungen auflief. Für Boots, Album und Single, konnte Sinatra in den USA je eine Goldene Schallplatte in Empfang nehmen. 

(Quelle: Wikipedia)

 

...und hier noch ein bisschen Wikipedia-Historisches in Sachen Nikolaus:

Über das Leben des historischen Nikolaus gibt es nur wenige belegte Tatsachen. Myra in Lykien, heute Demre, ist ein kleiner Ort etwa 100 km südwestlich von Antalya in der heutigen Türkei. Im 4. Jahrhundert war der Ort Bischofssitz. Quellen über Nikolaus’ Leben stammen z. B. von Andreas von Kreta (um 700) und von einem Mönch Johannes aus dem Studitenkloster in Konstantinopel, das im 5. Jahrhundert gegründet wurde. Nach übereinstimmenden Überlieferungen wurde Nikolaus zwischen 270 und 286 in Patara geboren, einer Stadt in Lykien. Er sei mit 19 Jahren von seinem Onkel, ebenfalls mit Namen Nikolaus und Bischof von Myra, zum Priester geweiht worden und sei dann Abt des Klosters Sion in der Nähe von Myra gewesen. Während der Christenverfolgung 310 soll er gefangen genommen und gefoltert worden sein. Als Sohn reicher Eltern soll er sein ererbtes Vermögen unter den Armen verteilt haben (was auch von den besser bezeugten Bischöfen des 4. Jahrhunderts Ambrosius von Mailand und Basilius von Caesarea berichtet wird und dort als historische Tatsache gilt). Im Fall von Nikolaus ranken sich darum verschiedene Legenden.

Andreas von Kreta und Johannes vom Studitenkloster berichten, Nikolaus habe am Konzil von Nizäa teilgenommen und dort seinen Widersacher Arius geohrfeigt. Deshalb sei er zuerst verhaftet, gegen Ende des Konzils aber rehabilitiert worden. Nikolaus steht nicht in der Unterzeichner-Liste von Nizäa, die allerdings unvollständig überliefert ist. Andererseits gehört Bischof Theognis von Nizäa, den Nikolaus laut Andreas beim Konzil von der katholischen Sichtweise überzeugt haben soll, zu den historisch belegten Unterzeichnern. Falls Nikolaus in der Tat am nizänischen Konzil teilnahm, so ist es auf Grund der oben erwähnten Legenden und der geographischen Nähe seiner Bischofsstadt Myra zur Stadt Ancyra wahrscheinlich, dass Bischof Nikolaus die gleiche Ein-Hypostasen-Theologie vertrat wie Bischof Markell von Ankyra. Dieser wurde 336 als Ketzer verdammt und seine Lehre von den östlichen Bischöfen des Römischen Reiches als heterodox eingestuft.

Nach der Evakuierung der Stadt und vor ihrer Eroberung durch seldschukische Truppen 1087 raubten süditalienische Kaufleute die angeblichen Gebeine aus der Grabstätte des Heiligen, indem sie den Sarkophag aufbrachen, und überführten die Reliquien ins heimatliche Bari. Dort wird sein Fest am Tag der Ankunft ihrer Schiffe, dem 9. Mai, gefeiert. Die Gebeine werden in der Basilika von San Nicola aufgebahrt. Von Bari fordert die türkische Nikolaus-Stiftung die Reliquien des Heiligen der Christenheit bis heute zurück. (Quelle: Wikipedia)

 

Ob mit oder ohne - gefüllte - Stiefel... Euch allen wünschen wir einen stimmungsvollen Nikolaustag.

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