So
11
Dez
2011
Dass es in der Vorweihnachtszeit jede Menge Kinostarts gibt - daran haben wir uns längst gewöhnt. Ist ja auch schön, einfach mal wieder ins Kino statt Fernsehen. Und auch in diesem Jahr lohnt es sich, ein paarmal den Fernseh- gegen den Kinosessel zu tauschen.
Vor ein paar Tagen haben wir auf The Help sofdymäßig hingewiesen, heute machen wir das gleiche mit einem Film, dessen Protagonist ein sehr besonderer Musiker ist. Das Leben und Wirken von Michel Petrucciani wurde verfilmt, und diese Verfilmung mit dem Titel "Leben gegen die Zeit" - ebenfalls ein interessanter Stoff für die Vorweihnachtszeit.
Petruccianis Vater Tony, mit dem er später auch das 2001 veröffentlichte Album Conversations aufnahm, war Jazz-Gitarrist.
Petrucciani hatte seinen ersten Auftritt mit 13 Jahren. Er spielte mit Kenny Clarke und Clark Terry und zog 1979 nach Paris, wo er im Jahr darauf sein Debütalbum Flash veröffentlichte. Dort spielte er in einem Trio mit seinem Bruder Louis, einem Bassisten, und nahm mit Lee Konitz auf.
1982 zog er nach Kalifornien und spielte in der Gruppe von Charles Lloyd, mit dem er unter anderem beim Montreux Jazz Festival auftrat und auch in der Folge intensiv zusammenarbeitete. Im selben Jahr erhielt er den Prix Django Reinhardt. 1983 erregte er auf dem Kool Jazz Festival Aufmerksamkeit. Anfang der 1980er Jahre entstanden Aufnahmen mit Lee Konitz, Jean-Francois Jenny-Clark und Aldo Romano. Im März 1984 trat er im Trio mit Palle Danielsson und Eliot Zigmund im New Yorker Village Vanguard auf, ein Jahr später das Blue Note-Album Pianism, 1986 entstand das Trio-Album Power Of Three mit Petrucciani am Klavier, Wayne Shorter am Saxophon und Jim Hall an der Gitarre.
In Deutschland ist er durch seine regelmäßigen Auftritte in der Sendung "Willemsens Woche" mit Roger
Willemsen von Oktober 1994 bis Juni 1998 zu größerer Bekanntheit gekommen. Er spielte auch unter anderen mit John Abercrombie, Joe Lovano, Jack DeJohnette und Eddy Louiss.
1994 trat er mit einem Solo-Programm mit Jazz-Standards („Medley of my Favorite Songs“) im Pariser Théatre Des Champs-Elysées auf; 1996 entstand mit Bob Brookmeyer, Stefano Di Battista und Flavio Boltro das Album Both Worlds. Eines seiner letzten Werke ist das Dreyfus-Album Solo Live, mitgeschnitten in Frankfurt, mit Interpretationen von Strayhorns „Take the A-Train“, „Besame Mucho“ und Ellingtons „Caravan“. (Quelle: Wikipedia)
Im heutigen Sofdy-Clip erleben wir also Michel Petrucciani gemeinsam mit Al Jarreau - zwei Ausnahmemusiker, jeder ein Besonderer in seinem Fach. Viel Vergnügen mit diesem musikalischen Leckerbissen und einen wunderschönen 3. Advent für Euch!
wirklich klasse, wie auch der gestrige, der vorgestrige und der vorvorgestrige Sofdy. Da hab ich wieder mal richtig gerne reingehört. Danke.
Da kann ich mich nur anschließen. Mir geht es ähnlich. Richtig toll.
