Mo
09
Jan
2012
Drei Ladinerinnen auf Erfolgskurs. Um wen und was geht es da bitteschön? Ja, das hat uns auch interessiert. Zum Glück gibt es Wikipedia. Dort erfahren wir, dass Ladinisch eine romanische Sprache ist, die im Norden Italiens gesprochen wird, auch Dolomitenladinisch genannt.
Nach Meinung einiger Forscher besteht eine enge Verwandtschaft des Dolomitenladinischen mit dem in Gebieten Graubündens gesprochenen Bündnerromanischen und mit dem Furlanischen. Die Zusammenfassung dieser drei Sprachen unter dem Oberbegriff Rätoromanische Sprachen ist umstritten (siehe: „Questione Ladina“). Zahlreiche Forscher verschiedener Universitäten auf der ganzen Welt haben die Eigenständigkeit des Ladinischen und die Einheit von Rumantsch, Ladin und Furlan bestätigt. Es gab und gibt jedoch immer noch einige wenige, die das Ladinische als italienischen Dialekt betrachten. Dies geschieht vor allem aus politischen Motiven. Um zu diesem Ergebnis zu kommen, müssen sprachliche Analysen selektiv betrieben werden. Mit seinen ungefähr 30.000 Muttersprachlern gehört das Ladinische neben Saterfriesisch, Nordfriesisch, Färöisch, Samisch, Sorbisch und Bündnerromanisch zu den kleinsten Sprachen Europas. Die Ladiner zählen zu den von der Europäischen Union anerkannten sprachlichen Minderheiten der EU und sollten deshalb in den Genuss des europäischen Minderheitenschutzes, insbesondere der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen von 1991 kommen, die insbesondere die „Förderung von Minderheitensprachen in Schulen, in der Verwaltung, vor Gericht und in den Medien“ vorsieht. (Quelle: Wikipedia)
Bei den drei attraktiven ladinischen Sängerinnen, die in unserem heutigen Sofdy zu hören sind, handelt es sich um zwei Schwestern und ihre Cousine.
Im Rahmen einer Dokumentation über das Sella-Massiv unter dem Titel "Das Winterwunderland" erfuhren wir mehr über die singenden Drei:
Elisabeth, Marlene und Maria beschlossen 2007 als Trio Ganes aufzutreten. Der kleine Fluss in ihrem Heimatort La Val stand Pate für den Bandnamen. (Quelle: ZDF)
...und noch mehr erfahren wir natürlich auf ihrer Homepage, unter anderem dies hier:
Drei Ladinerinnen aus La Val sind in der globalen Metropole angekommen: Auf seinem zweiten Album ‚mai guai‘ befeuert das Songwriterinnen-Trio Ganes seine gewagten Träume mit den urbanen Beats einer nachtaktiven Generation. Selten sind sich Tradition und Moderne auf so aufregende Weise begegnet wie in den elf neuen Liedern der Schwestern Elisabeth und Marlene Schuen und ihrer Cousine Maria Moling. Ihre Stimmen sind klar wie die Luft im Hochgebirge. Ihre Melodien künden von einer universellen Sehnsucht nach Geborgenheit und Überschwang zugleich. Ihre einfühlsamen ladinischen Texte erzählen vom Zusammenrücken und vom Auseinanderdriften in einer unübersichtlichen Welt... (Quelle: ganes-music.com)
Wenn Ihr auf den Geschmack gekommen seid - hier sind ihre Tourdaten - Ganes auf Hochtouren...
Mit netten Ladinerinnen die Woche zu beginnen - das ist doch was! Wenn wir uns schon nicht im Hochgebirge aufhalten können, um die klare Luft und den Schnee dort zu genießen, dann ist doch der heutige Sofdy eine Entschädigung, denn - wie der Text auf der Website von Ganes behauptet - "Ihre Stimmen sind so klar wie die Luft im Hochgebirge."
Eine gute Woche wünschen wir Euch und einen angenehmen Einstieg - in Hochgebirgsstimmung...