Di
10
Jan
2012
Hähnchen werden derzeit unter die Lupe genommen. Dem wollen wir uns gerne anschließen, allerdings hat unsere Geflügelbetrachtung musikalische Züge. Wie könnt' es anders sein? Dabei müssen wir zwangsläufig auf die Dixie Chicks zu sprechen kommen, zumal die beiden Schwestern Emily Robison und Martie Maguire mit Sängerin Natalie Maines bekannt dafür sind, für ihre Meinung einzustehen, eine Qualität, die nicht allen Zeitgenossen gegeben ist.
Bereits zweimal haben wir den drei texanischen Girls einen Sofdy gewidmet, im Dezember 2010 und im April des vergangenen Jahres. Nach den drei Ladinerinnen gestern heute also drei erfolgreiche Texanerinnen. Frauenpower at its best bei uns.Was sagt Ihr dazu?
Die Dixie Chicks greifen auch gesellschaftlich strittige Themen in ihren Liedern auf. Für Irritationen bei konservativen Country-Fans sorgte bereits Goodbye Earl, ein Stück aus ihrer CD Fly, das die erfolgreiche Rache zweier Freundinnen an einem prügelnden Ehemann beschreibt.
Für einen nachhaltigen Skandal sorgte Natalie Maines schließlich im Frühjahr 2003, als sie während eines Konzertes am 10. März in London äußerte, die Band sei „beschämt, dass der Präsident der Vereinigten Staaten aus Texas stamme“. Maines stammt aus Lubbock, Texas. Dies sorgte für Empörung, wobei es in der Folgezeit zu Boykottaufrufen unter konservativen Countryfans und in den US-amerikanischen Medien kam, vor allem seitens des Medienunternehmens Clear Channel, das bestimmend für das „Air Play“ von Countrymusik in den USA ist...
...In einem Interview mit dem deutschen Nachrichtenmagazin Der Spiegel im Juni 2006 verteidigte Sängerin Natalie Maines die Haltung der Band und wies auf die rebellische Tradition der Country-Musik hin sowie die Bürgerrechte, deren Verteidigung innerhalb dieser Musikrichtung ebenso eine Tradition habe.
An die sozialkritische Tradition der Country-Musik knüpfte das Album Taking the Long Way auch mit einem weiteren Stück an: I Hope – ein Song, der den Opfern des Hurrikans Katrina Mut machen soll, die nach Natalie Maines Ansicht von ihrem Präsident im Stich gelassen wurden. Registriert wurde der Stilwechsel der Dixie Chicks auch von der Fachpresse. Joe Levy vom US-Rolling Stone charakterisierte den Popsound von Taking the Long Way als „Musik für Soccer Moms – für ein weibliches, erwachsenes Publikum“.
Gegensätzlich äußern sich viele Fans der Band, denen der Umschwung auf die Rock/Pop-Ebene missfällt. Die Tournee im Sommer 2006 war nicht erfolgreich, viele Konzerte mussten abgesagt werden, weil zu wenig Karten verkauft wurden. Bei der Verleihung der Grammy Awards 2007 waren die Dixie Chicks die mit den meisten Auszeichnungen bedachten Künstler, sie erhielten fünf Grammys, unter anderem für das beste Album und den besten Song. (Quelle: Wikipedia)
Angesichts diverser aufschreckender Meldungen, die in regelmäßigen Abständen durch die Medien geistern, was Hähnchen-, Schweine- und Rindfleisch betrifft, könnte man glatt zum Vegetarier werden. Aber für den Sofdy gilt: ob Fleischverächter, -liebhaber oder Gemüsefan - alle mögen den täglich frischen Sofdy, garantiert virusfrei, so auch die Dixie-Hühnchen heute. Damit Euch Allen einen wunderbaren Dienstag!