Di
17
Jan
2012
Manchmal verbergen sich hinter den sogenannten "Hidden Champions" die einzig wahren Könner. Bei einem Film, der demnächst in den deutschen Kinos anläuft, bewahrheitet sich diese Behauptung auf überwältigende Weise. "The Artist" galt als Geheimtipp. Niemand hätte im Geringsten erwartet, dass dieses eher leise Kunstwerk derartig abräumen würde.
Als Oscar-Anwärter gilt er bereits jetzt. Der in schwarz-weiß gedrehte Stummfilm von Regisseur Michel Hazanavicius wurde kürzlich von Hollywoods Filmkritikern zum besten Film des Jahres gekürt.
Keine 3D-Optik, keine Spezialeffekte - der französische Film «The Artist» ist genau das Gegenteil der aktuellen Blockbuster und gilt doch als heimlicher Oscar-Kandidat. In Berlin wurde am Dienstagabend im Kino Delphi die Deutschlandpremiere des Schwarz-Weiß-Stummfilms gefeiert...
Für die Premierengäste lautete der Dresscode «Abendkleidung». Gefeiert wurde im Stil des Films, der von einer tragischen Schauspielerkarriere in den 20er Jahren erzählt. Auch Jean Dujardin war gekommen. Er spielt in dem Film den gefeierten Hollywood-Stummfilmstar George, der den Sprung zum Tonfilm nicht schafft...
(Quelle: WELT ONLINE Newsticker)
Bei den Golden-Globes war er einer der großen Gewinner:
Die Hommage an die Stummfilm-Ära Hollywoods unter der Regie des Franzosen Michel Hazanavicius war mit insgesamt sechs Nominierungen als Favorit ins Rennen um die „Goldene Weltkugel“ gegangen. Der Film, der in Deutschland am 26. Januar in die Kinos kommt, wurde in der Nacht zum Montag als beste Komödie, für Filmmusik und den wortlosen Auftritt von Comedy-Hauptdarsteller Jean Dujardin ausgezeichnet.
(Quelle: FOCUS online)
In einem Interview sagte Jean Dujardin, der männliche hauptdarstellende Künstler (der die Bezeichnung Künstler in vollem Umfang verdient) sinngemäß über den Regisseur des Films, er bewundere, dass sich ein Mensch hingesetzt hat, mit einem leeren Blatt vor sich und von einer Idee beseelt, einer Idee, so ganz anders als das, was man heute von einem Drehbuch erwarte.
...und hier der Trailer zum Film:
Michel Hazanavicius ist seinen ganz eigenen Weg gegangen - wir wissen nicht, was ihn auf dem sicher nicht nur leichten Weg bis zum fertigen Film ermutigt hat.
Ermutigungen sind wichtig, wie auch immer sie geartet sind. Musikalische finden wir natürlich besonders gut. Zum Beispiel eine, wie sie sich im heutigen Sofdy von Fleetwood Mac findet. Der Kult-Song stammt aus dem Jahr 1977, ist und wirkt aber zeitlos.
Findet Ihr nicht auch?
Damit Euch einen wunderschönen sonnigen Wintertag!