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Mo

16

Aug

2010

Musik bei Sonne und Regen

Berlin, Wien, Zürich,...für alle drei Städte spuckt uns die Wetter-Vorhersage von Google dasselbe Bild aus. Sonne und Regen in einer gefühlt eher unbequemen Mischung mit Temperaturen um die 15 Grad. Den eigentlich als Sommer deklarierten August hatte man sich mancherorts wohl anders vorgestellt. Anstatt sich über das Wetter aufzuREGEN sollte man sich allerdings eher beSONNEn an den schönen Dingen im Leben erfreuen...

 

...wie etwa an diesem Newsletter, in dem es um das Thema Musik bei Sonne und Regen geht.

 

Die wichtigste Botschaft nehmen wir mit unserem ersten Song eigentlich schon vorweg:

 

Everywhere you go you always take the Weather With Wou

 

...ist vielleicht eine klare Ansage an all jene, die sich über das schlechte Wetter beklagen. Ob man den Song der australischen Band  Crowded House aus dem Jahr 1992 tatsächlich sogar als Aufforderung verstehen sollte, "Sonne im Herzen" zu tragen, sei jedoch jedem selbst überlassen. Freude bereitet der Song vor allem in seiner Live-Version allemal.

Ähnlich verhält es sich mit dem nächsten Song. Die amerikanische A-capella-Gruppe Naturally 7 beschwört hier mit ihrer musikalischen Glanzleistung den Regen herbei. Schon am 14. März hatten sie uns mit dem Sofdy Wall of Sound begeistert und hauen uns auch jetzt wieder vom Hocker. Wer hätte gedacht, dass das Thema Regen so viel Spaß machen könnte...!

Und tatsächlich wird ihr Aufruf erhört: Die Tanzformation The Dreambears, die 2009 bei Britain's Got Talent antraten, setzen im folgenden Video choreographisch das Thema Regen um. In diesem Falle geht es allerdings um Männer, die vom Himmel regnen, denn sie tanzen zu It's Raining Men. Was haben wir gelacht, als wir das Video entdeckten. Hoffentlich bereitet es euch ebenso viel Freude:

Aber auch das folgende Video der Weather Girls (hier allerdings nicht mehr in der Originalbesetzung aus dem Jahr 1982, in dem sie ihren weltweiten und größten Hit landeten) lässt gute Laune aufkommen, finden wir:

Wo es regnet sollte ganz ungeachtet dessen, wer oder was gerade vom Himmel fällt, ein Regenschirm nicht fehlen, also ein Umbrella. Und so fällt unsere Wahl für den nächsten Song auf die Baseballs mit ihrer Coverversion jenes Songs, der 2007 durch Rihanna bekannt wurde. Mancher mag sich erinnern, dass wir ihn am 5. März im Sofdy-Programm hatten, als nämlich die Jungs einen ECHO in der Kategorie Newcomer National gewannen.

Um gefühlten Regen geht es auch in unserem nächsten Song, der eigentlich von Sonne handelt. In Don't Let the Sun Go Down on Me (1. Veröffentlichung 1974, 2. Veröffentlichung mit George Michael 1991) besingt Sir Elton John das Ende einer Liebe und damit einen Sonnen- bzw. in emotionaler Hinsicht sogar Weltuntergang...gefühlten Regen eben.

Aufatmen ist angesagt, während wir uns der nächsten Nummer widmen. The Stranglers singen Always the Sun (1986) und sind damit ein helles Licht am Ende des Wettertunnels:

Eine Art Neuentdeckung haben wir gemacht, als wir über eine Version dieses Songs der französischen Formation F.M. New Popluar Music stolperten, über die wir im Netz außer einer Myspace-Seite und einer Facebook-Seite noch nicht besonders viel finden konnten, die uns aber mit ihrer Musik umso mehr begeistert. Mal sehen, ob ihr auch so angetan seid von der folgenden Interpretation:

Always the Sun...die Sonne lässt sich also nicht kleinkriegen.

 

Und davon handelt auch der nächste Klassiker, den wir für euch herausgesucht haben. Am 21. April bereits stellten wir euch diese Version von Here Comes the Sun (seinerzeit allerdings ohne das Making Off im Vorfeld) vor. Der Song von George Harrison (The Beatles) erfährt durch die Interpretation des Starcellisten Yo-yo Ma und James Taylor einen musikalischen Ritterschlag (oder vielleicht auch einfach eine Art musikalische Veredelung...?), wie wir finden:

Bei solcher Musik kann man die Sonne, die sich ihren Weg durch die düsteren Regenwolken bricht, förmlich spüren und sehen, oder nicht?

 

Das Original der Beatles hätten wir euch vielleicht unterschlagen, wäre da dieser Tage nicht ein bedeutendes Jubiläum, wie unter anderem der Kölner Stadtanzeiger zu berichten weiß:

 

Am 17. August 1960 begann in einem abgewrackten Hamburger Club der Siegeszug der berühmtesten Band aller Zeiten.

 

Das Hamburger Abendblatt schreibt dazu:

 

Als sie vor 50 Jahren, am 17. August 1960, abends mit ihrem Bandbus auf der Großen Freiheit in Hamburg ankamen, hatten sie nicht einmal einen festen Namen: Als Johnny and the Moondogs oder Silver Beatles hatten sie zuvor in Liverpooler Klubs gespielt. 280 Hamburg-Auftritte und fünf Gastaufenthalte später war aus den anfangs fünf Bandmitgliedern die endgültige Formation aus Paul McCartney, Ringo Starr, John Lennon und George Harrison geworden - und aus der Teenager-Gruppe die Band, die die Geschichte des Rock neu schreiben sollte . "Hamburg, das war's. Wir hätten uns nie so weit entwickelt, wenn wir daheimgeblieben wären", hat John Lennon später gesagt.

 

Deswegen hier also auch noch das Original für euch:

Jederzeit für Sonne sorgt übrigens auch Gian Marco. Über manche Menschen sagt man ja, ihnen scheine die Sonne aus dem...Hintern. Der peruanische Singer/Songwriter und Grammy-Gewinner mag ein solcher Mensch sein, jedenfalls auf der Bühne. Auf jeden Fall feiert er heute seinen 40. Geburtstag und passt mit seiner fröhlich-sonnigen Nummer Canta Corazon (was so viel heißt wie "Sing, Herz") bestens in die Musik-Auswahl unseres heutigen Newsletters!

Nun haben wir also Regen und Sonne behandelt.

 

Zugegebenermaßen ist die Auswahl der Songs in diesem Newsletter spärlich im Vergleich zu der Masse an Songs, die über beide Wetter- und Gefühlslagen geschrieben und veröffentlicht wurden. Und doch hoffen wir, ein paar musikalische Highlights passend zum Thema für euch zusammengestellt zu haben.

 

Von Schnee und Eiseskälte haben wir übrigens ganz bewusst abgesehen. Derzeit läuft man ja Gefahr, allein bei der vorsichtigen Andeutung, dass das Wetter ja schon recht herblichst sei, Prügel zu beziehen. Auch wenn wir uns der Weihnachtsartikel in den Regalen ab Anfang September sicher sein können, haben wir uns entschieden, dass es noch zu früh ist, Songs aufzugreifen, die von kalten Temperaturen und winterlichen Witterungen handeln. Man möge es uns hoch anrechnen ;-).

 

Nicht fehlen darf allerdings abschließend noch der Wind. Und um einen gewohnt geistreichen Bogen zu spannen, haben wir uns für Wind of Change (1990) der Scorpions entschieden:

"Geistreich" deswegen, weil uns bei unserer Recherche die folgende Aussage eines youtube-Nutzers unterhalb des Videos ins Auge stach: 

 

I remember the optimism of the time, as it seemed we had reached a turning point, and the world move towards peace. Seems like a broken dream now.

 

Das stimmt ein wenig nachdenklich und wirft die ein oder andere Frage auf...Vielleicht ist es mit den Träumen ja ein wenig so wie mit dem Wetter: Man muss es bei sich haben und selbst bestimmen, was man daraus macht. Wie war das noch mit dem wunderschönen Regenbogen, der entsteht, wenn Regen und Sonne auf eine ganz bestimmte Weise aufeinandertreffen...?

 

Und damit schließt sich auch der Kreis zu unserem ersten Song. Everywhere you go, always take the weather with you würde demnach bedeuten: Everywhere you go, always take your dreams with you.

 

Oder um es mit einem Poesiealbum-Spruch zu sagen:

 

Heute Regen, morgen Sonnenschein.
Draußen, da muss es wohl so sein.
Doch im Hause, dessen Sonne du bist,
da bleibe es hell zu jeder Frist!

 

Helle Tage und Sonne im Herzen - und das nichtzuletzt dank guter Musik - wünscht euch

 

eure Redaktion von www.sofdy.com / www.musikdach.de

 

Musikdach - alles unter einem Dach

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