Sa
26
Mär
2011
Der wichtigste deutsche Musikpreis, der ECHO Award, ist im Rahmen einer rund 3-stündigen Show verliehen worden. Anlass genug, die Geehrten und Ausgezeichneten auch sofdymäßig zu feiern.
(Wer sich dafür interessiert, was wie darüber entscheidet, wer ausgezeichnet wird, findet hier bei Tim Renner recht gute Informationen.)
Album des Jahres: Unheilig („Große Freiheit“),
Hit des Jahres: Israel Kamakawiwo'ole („Over the rainbow“),
Künstler national Rock/Pop: David Garrett,
Künstler international Rock/Pop: Phil Collins,
Künstlerin national Rock/ Pop: Lena,
Künstlerin international Rock/Pop: Amy Macdonald,
Gruppe national Rock/Pop: Ich + Ich,
Gruppe international Rock/Pop: Take That,
Künstler Schlager: Andrea Berg,
Künstler volkstümliche Musik: Amigos,
Künstler HipHop: Eminem,
Gruppe Rock/Alternative national: Unheilig,
Gruppe Rock/Alternative international: Linkin Park,
Newcomer national: Lena,
Newcomer international: Hurts,
Erfolgreichster nationaler Act im Ausland: The Baseballs,
DVD national: David Garrett, Live-Act national: Ich + Ich,
Video national: Rammstein,
Soziales Engagement: Silbermond,
Produzent des Jahres: Unheilig („Große Freiheit“),
Kritikerpreis national: Pantha Du Prince („Black noise“),
Radio-Echo: Silbermond,
Lebenswerk: Annette Humpe
Herzlichen Glückwunsch sagen auch wir,
stellvertretend für alle, diesen Vier hier:
...und weil Silly keinen ECHO-Preis bekommen hat, findet die Band mit Frontfrau Anna Loos bei uns umso größeres Echo - Alles Rot.
Sa
12
Mär
2011
Um Hilfe bitten - das fällt manchmal sehr schwer, vor allem dann, wenn man sie wirklich und dringend braucht.
Für Freundschaft kann das eine echte Nagelprobe werden - ist das Vertrauen groß genug, um um Hilfe zu bitten?
Da gibt es einen deutschen Philosophen, der es so formulierte: "Geliebt wirst du einzig, wo du schwach dich zeigen darfst, ohne Stärke zu provozieren." Das könnte man auch beim Thema echte Freundschaft so sehen. Theodor W. Adorno hat diesen kernigen Satz in seinen Minima Moralia von sich gegeben, ein Werk, das laut Wikipedia auch als Volksbuch der Philosophie bezeichnet wird.
Nach diesem Ausflug in philosophische Gefilde wollen wir uns dem heutigen Thema musikalisch zuwenden. Immerhin gibt es etliche Songs, die sich mit der Frage nach Hilfe beschäftigen. Fangen wir mit Joe Cocker an.
Sein erster großer Hit war Ende 1968 eine Cover-Version des Beatles-Liedes With a Little Help from My Friends, Platz 1, im Vereinigten Königreich, in Deutschland Rang 3.
...
Musikalisches Urgestein ist auch er, wenn auch in Europa weniger bekannt. Willie Nelson, sogar elf Jahre älter als Joe Cocker, hat auf seine Weise Musikgeschichte geschrieben.
Wenn man sich die einzelnen Stationen seines Lebens anschaut - das ist richtig spannend. Um sich vom Diktat der Musikindustrie zum Beispiel unabhängig zu halten, ging er sehr eigenwillige Wege ... und blieb sich selbst treu. Einige gute Freunde standen ihm dabei zur Seite.
Mitte der 80er Jahre tat er sich mit Kris Kristofferson, Johnny Cash und Waylon Jennings unter dem Namen Highwaymen zusammen. In den folgenden 10 Jahren nahmen diese Vier insgesamt drei Alben auf und gingen mehrfach auf sehr erfolgreiche Welttourneen. ... ... Im selben Jahr (1993) erhielt er die größte Auszeichnung, die die Countrymusik zu vergeben hat: Er wurde in die Country Music Hall of Fame gewählt. (Quelle: Wikipedia)
Sa
05
Mär
2011
Im Märzen der Bauer..., alte Volksweisheit und -erfahrungen in einem Lied verpackt. Wie wahr, im März lockt der Garten, das Feld.
Nun ja, in erster Linie wird da erst mal zur Arbeit gelockt. Der Boden will vorbereitet werden für die Saat, damit sich der Mensch später an dem, was gewachsen ist, erfreuen kann.
Dabei ist zu beachten - wie im Leben überhaupt -, dass man das, was man ernten möchte, auch säen sollte. Das heißt im Klartext: wenn mich später in meinem kleinen Paradies Rosen anduften sollen, dann sollte ich dort, wo sie später wachsen sollen, keine Petersilie oder Schnittlauch aussäen. So einfach ist das im Grunde, und doch offensichtlich immer wieder schwer mit der Umsetzung. Wir sind halt Menschen.
Lynn Anderson hat etwas von dieser Einsicht in ihrem Song wunderbar zum Ausdruck gebracht, der 1971 als einer der größten Country-Songs in die Annalen der Musikgeschichte einging.
Im Jahr zuvor hatte die irische Sängerin Dana den 1. Platz belegt beim beim 15. Grand Prix Eurovision de la Chanson, einem Wettbewerb, der heute Eurovision Song Contest heißt.
Sie besingt darin, dass alles, die Jahreszeiten, sämtliche Blumen, auf die wir uns jetzt auch wieder freuen, an den Angebeteten erinnert. Ja, wenn die Blumen im Garten sprießen, dann haben auch Schmetterlinge, vor allem die im Bauch, Hochkonjunktur.
Sa
26
Feb
2011
Crossover... der Begriff scheint Konjunktur zu haben. Er begegnet uns immer öfter, und mit ihm Musiker, die die Grenzen zwischen Unterhaltungsmusik und Klassik überschreiten.
Crossover können sich nur echte Könner ihres Fachs wirklich leisten, aber selbst dann bleibt es immer noch risikobehaftet, denn nicht selten nehmen es die Fans übel, wenn einer, den sie für seine hervorragenden Klassik-Interpretationen lieben, plötzlich im profanen Unterhaltungsmusikbereich "wildert", also "über Kreuz" musiziert.
Es gibt Länder, in denen längst nicht so strikt getrennt wird zwischen E-, U- und F-Musik, also ernster, Unterhaltungs- und funktionaler Musik (Film- und Kirchenmusik zum Beispiel), wie es in Deutschland gehandhabt wird. Die Diskussion über diese Unterscheidung...
...bezieht sich weitestgehend auf Klassifizierungen durch Verwertungsgesellschaften, also auf rein wirtschaftliche Aspekte, die selten künstlerische Gesichtspunkte enthalten. Beispielsweise hat die GEMA Formulare, nach denen die Musikbeispiele, die in einem Vortrag benutzt werden, unter „Unterhaltung“ abgerechnet werden, egal welcher Musikrichtung sie entnommen wurden.
Der künstlerische Gehalt wird in der Kunst- oder Musikphilosophie oder der Ästhetik untersucht. Der Komponist, Philosoph und Soziologe Theodor W. Adorno hat hierzu die entscheidenden Beiträge verfasst, zum Teil schon während seines Exils in den USA und unter Berücksichtigung der populären Musik dort. In seinen Schriften tauchen die Begriffe U-, E- und F-Musik jedoch nicht auf. Er untersucht das Verhältnis von Qualität und Nachfrage, von Gebrauchskontexten, unterscheidet „hohe“ und "niedere" Musik... (Quelle: Wikipedia).
Einer der ersten, die den Spagat wagten zwischen den verschiedenen Musik-Genres, war Peter Hofmann. Er
musste seine Gesangskarriere leider viel zu früh wegen einer Parkinson-Erkrankung aufgeben und starb im vergangenen Jahr. Hier unser Sofdy aus diesem Anlass.
Hier die andere Seite des Tenors und Rocksängers.
Sa
19
Feb
2011
Was zusammen gehört, das findet sich (wieder). Wie herrlich, wenn sich Menschen, Gruppen wiederfinden, die lange getrennt waren.
Immerhin: für Trennungen gibt es immer Gründe und Entwicklungen. Im einen Fall bleibt es dabei, dass man verschiedene Wege geht - im besten Fall natürlich friedlich getrennt..., aber so richtig schön wird es - und das ist der andere Fall -, wenn sich verstrittene Seiten wieder versöhnen und umso bewusster das Zusammensein genießen. Das, was dann von ihnen ausgeht, wirkt hochgradig ansteckend.
Jüngstes Beispiel sind Take That. Es sind nicht nur ihre neuen Songs, die ebenso zu elektrisieren scheinen wie die früheren Lieder, sondern es ist auch die Mitfreude an ihrer Freude, wieder zusammen aufzutreten. Da sind viele Hürden genommen, viele versöhnliche Schritte getan worden. Wunderbar!
Bei Wetten dass...? am vergangenen Samstag zelebrierten sie vor begeistertem Publikum ihren 5er-Auftritt in Deutschland. Live! Ihre Fans quittieren ihre neue Strahlkraft mit ausverkauften Konzerten. Hier findet Ihr die Tourdaten von Take That.
Während sich die Jungs von Take That wiedergefunden haben, gibt es bei ABBA seit Jahrzehnten lediglich Spekulationen um erneute Auftritte der großartigen Vier aus Schweden. Weil das Hoffen nocht längst nicht aufhört, gibt es auch immer wieder Meldungen wie diese hier. Wir müssen also tatsächlich die Hoffnung nicht aufgeben, sie nochmal gemeinsam auf der Bühne zu erleben.
Sa
12
Feb
2011
Welche Fortbewegungsmöglichkeit ist die sicherste? Die einen sagen so, die anderen so. Die einen fahren am liebsten mit der Bahn (na ja, vielleicht nicht unbedingt im Winter und auch nicht im Hochsommer...), andere bevorzugen ihr privates Gefährt, und wieder andere erheben sich in die Lüfte, wann immer die Entfernung es zulässt.
Wir sind da ein bisschen anders gestrickt. Wir nehmen alles, was kommt. Schließlich bietet die Musikliteratur reichlich Auswahl an Songs, die mit dem Zug unterwegs sind, die ohne Flugangst abheben, und solche, die vom Autofahren schwärmen. Also, auf geht's, unsere heutige Reise kann losgehen.
Wir fangen mit Cat Stevens an, der in den 70ern seine großen Erfolge feierte. Während weltweit gegen den Vietnamkrieg protestiert wurde, sprach sich der Mann, der sich heute Yusuf nennt, auf seine Weise für den Frieden aus.
Unterwegs sein - das hat doch auch was mit gesunder Neugier auf's Leben zu tun, mit Lernfreude, mit Aufgeschlossenheit Neuem gegenüber. Sich auf den Weg machen - das sind viele neue Impulse und neue, vielleicht völlig andersartige Erfahrungen. Es geht vielleicht sogar um "Futter" für die Seele, was wiederum etwas mit Liebe zum Leben, mit Lebensfreude und Lebensqualität zu tun hat...? Wie seht und erlebt Ihr das da draußen....?
Bleiben wir also ein wenig beim Zugfahren, beim Seele-Baumeln-Lassen, bei der Lebensfreude - mit den O'Jays im Soul Train...
Sa
05
Feb
2011
Es riecht schon nach Frühling, und stürmisch mit milden Temperaturen zeigt sich die Wetterlage, aber ... es wird sicher nochmal so richtig heftig Schnee geben, bevor es dann losgeht mit Krokussen, Narzissen, Tulpen und Co. Wir freuen uns drauf.
Zur Einstimmung wollen wir schon mal ein paar Songs bemühen, die die schönste Zeit des Jahres im Namen tragen oder für Frühlingsgefühle sorgen...
Wie wär's mit Demis Roussos und Aphrodite's Child?
Ich weiß ja nicht, ob Ihr den folgenden Song überhaupt kennt, und schon gar nicht weiß ich, was Ihr damit verbindet. Bei mir werden Erinnerungen wach an Zeiten, in denen ich öfter als heute mit Frühlingsgefühlen zu tun und manchmal auch zu kämpfen hatte... New World war eine australische Band, die eine gute Überleitung bildet zum Thema One Hit Wonder. Denn der Song "Tom, Tom turn around" war ihr einziger Hit, mit dem sie den ersten Platz der Charts belegten.
Sa
29
Jan
2011
Es wird wahrscheinlich nicht viele Sofdyaner geben, die sich an Skinny Minny erinnern, nehme ich an.
Vielleicht sind ja aber doch einige unter Euch, bei denen mit diesem Song von Tony Sheridan, der geprägt ist von seiner eigenwilligen Gitarre, auch einiges an Erinnerungen wach gerufen wird. Wie wär' es mit Petticoat-Feeling oder Erinnerungen an's erste in-der-Haustüre-Stehen?
Für alle, die diesen Kultsong der 60er noch nicht kennen... Ihr solltet ihn Euch unbedingt anhören!
Ach, wie wunderbar passte doch der Song von Fats Domino zur Generation der Wirtschaftswunderkinder!
Ein Auto zu haben, das war eine unglaubliche Errungenschaft, Karossen wurden immer mehr zu Status-Symbolen und katapultierten die Besitzer in eine neue Ära gehobenen Lebensstandards. Die ersten Deutschen fuhren mit ihrem chromverzierten Vehikel in Urlaub. Uns ging es gut und immer besser.
Die Zahl der Tankstellen im Land nahm stetig zu, Benzin war seeehr günstig, und ARAL-Werbung schmückte sich mit diesem herrlichen Song hier:
Sa
22
Jan
2011
Wunder gibt es immer wieder, heute oder morgen können sie gescheh'n..., so sang sich 1970 Katja Ebstein in die Herzen der deutschen Fernsehzuschauer und erreichte damit immerhin einen beachtlichen dritten Platz beim Grand Prix Eurovision de la Chanson, dem europaweiten Gesangsereignis, das heute Eurovision Song Contest heißt.
Was gesungen viel leichter daherkommt, als es oft tatsächlich wahrgenommen werden kann, das ist das kleine oder auch manchmal große Wunder. Im Alltagsgeschehen, in der beruflichen Hektik oder im Freizeitstress, da bekommen wir oft gar nicht mit, wie wundersam so manches ist, was um uns herum geschieht. Da möchten wir doch glatt Antoine de Saint-Exupéry zitieren: Man sieht nur mit dem Herzen gut; das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
So lässt er es seinen Kleinen Prinzen sagen.
Wie lassen sich diese vermeintlichen Alltagswunder zurück verfolgen? Oft beginnt es so: Da hatte jemand eine Inspiration, eine Idee, wurde von ihr angetrieben und glaubte fest an sie - wir alle lieben diese Geschichten, wenn sie uns filmisch aufbereitet als Hollywood-Streifen serviert werden.
Aber was ist, wenn sowas um uns herum geschieht? Bekommen wir mit, wenn jemand für seine Idee bereit ist, sich der Lächerlichkeit preiszugeben? Dieser Jemand bleibt beharrlich, und irgendwann erscheint das Ergebnis als so selbstverständlich, dass wir genauer hinschauen müssen, um das Wunder darin zu erkennen.
Auf diese gar nicht so selbstverständlichen "Ergebnisse", die zustande kamen, weil es Visionäre gibt - darauf wollen wir heute unser Augenmerk richten. Einverstanden? Okay, dann schau'n wir uns mal um...
Ein Konzertpianist, der in den großen Konzertsälen der Welt vor großem Publikum bewiesen hatte, was er kann, spürte den Wunsch, mit seiner Musik, seiner Liebe zur Musik nicht nur denjenigen etwas zu geben, die sich Eintrittskarten für die Konzertsäle leisten können.
Stefan Schmidt ging auf die Straße zu vielen Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben, und konnte mehr Leute motivieren, beim Straßenchor mitzumachen, als er es für möglich gehalten hatte. Schaut, was daraus wurde!
Sa
15
Jan
2011
Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem man nicht vertrieben werden kann.
Das zumindest behauptet Jean Paul, ein
deutscher Schriftsteller, der von 1763 bis 1825 lebte.
Vielleicht hat dieser Aspekt auch für Phil Collins eine Rolle gespielt, als er sein neues Album "Going Back" nannte und sich mit der Retrospektive auf seine "alten" Songs, und das mit neuem
musikalischem Blick befasste.
Wir wollen heute auch einen Blick zurück werfen, und zwar in unser beachtliches Sofdy-Archiv, zum Thema Erinnerungen und zum Thema Phil Collins und seine Hits.
Immerhin nähert sich sein 60ster Geburtstag mit jedem Januartag unaufhaltsam. Am 30. dieses Monats ist es so weit, und wir möchten ihm von der Sofdy-Familie ein besonderes Geschenk machen. Seid
Ihr dabei? Prima!
In jüngster Vergangenheit haben wir am vergangenen Samstag auch unserem angehenden Jubilar unter dem Titel (Urwald-)Tierisches die Ehre gegeben.
Sa
08
Jan
2011
Heute lassen wir Tiere, besonders die aus dem Urwald, zu Wort kommen. Ihr werdet staunen!
Als erstes - aus gegebenem, traurigem Anlass - möchte ich Euch die Nachteule hören lassen, von niemand Geringerem als Gerry Rafferty, demjenigen, der sich nicht nur mit Baker Street in die Musikgeschichte geschrieben hat. Die Nachricht von seinem Tod hat mich - wie viele, viele Musikliebhaber - wirklich sehr traurig gemacht. GR hätte auch in der jüngsten Vergangenheit bedeutend mehr Popularität verdient gehabt! Finde ich. Denn er hat so viele gute Songs geschrieben! Er war einer meiner absoluten Lieblingsmusiker. Geht es Euch ähnlich? Dann lasst uns Geschichten zusammentragen, die Ihr mit seinen Songs verbindet: top-sigrid@musikdach.de. Danke!
Welche Tiere haben den absoluten Überblick im Urwald? Richtig! Die Affen. Diese hier haben sogar eine eigene Fernsehserie gehabt, die ich als Jugendliche vor dem 43er Schwarz-Weiß-Fernseher mit glühenden Wangen verfolgt habe. Sie waren einfach soooo witzig (aus heutiger Sicht würde ich sagen, sie waren wirklich keine guten Schauspieler), aber für ihre Musik habe ich sie angehimmelt. Ich war nie eine, die sich BRAVO-Poster ins Zimmer gehängt hat (ein eigenes Zimmer war zudem eher die Seltenheit), dafür habe ich vor dem Radio und letztlich dem Fernseher gehangen. Doch, ein einziges Poster hing an der Wand, und zwar von... Peter Kraus, der deutschen Antwort auf Elvis.
Sa
01
Jan
2010
Um Mitternacht entscheiden sich oft sehr wichtige Dinge. Heute zum Beispiel wurde um null Uhr das neue Jahr eingeläutet. Ein wunderbares, frohes 2011 Euch allen!
Auch andere, weniger fröhliche, eher herrlich-furchterregende, schaurig-schöne mitternächtliche Ereignisse gibt es, solche, die vielleicht sogar das Leben auf den Kopf stellen... Wie Ihr wisst, haben Vampire seit einiger Zeit absolute Hochsaison, von den Filmemachern verordnet, sozusagen! Ihr seid vergangene Nacht hoffentlich nicht gebissen worden...?!
Twilight gab es schon einmal, und zwar 1998. Allerdings hat er seinerzeit nicht so viele, besonders junge, Zuschauer in die Kinos gelockt wie die zeitgenössische Reihe, deren Protagonisten zu absoluten shooting stars, Sternschnuppen des (blut-)roten Teppichs, wurden. Beginnen wir - ein wenig beschaulich - mit derzeit Angesagtem:
Angesagt ist erwiesenermaßen auch sie: Katy Perry. Überall, wo sie auftaucht oder auftritt, entzündet sie ein Feuerwerk, selbst auf der beliebtesten deutschen Fernsehcouch am Samtagabend.
Nicht so gut angekommen ist ihr Auftritt allerdings jüngst bei der amerikanischen Sesamstraße. Ihre Antwort fiel entsprechend explosiv aus.
So
26
Dez
2010
Hymnen haben etwas Feierliches. In diesen Tagen ist uns allen feierlich zumute, davon gehe ich mal einfach aus. Ein bisschen antizyklisch möchte ich allerdings vorgehen und nicht unbedingt dem folgen, was alle anderen machen.So auch mit dem Thema Hymnen - gehen wir es etwas eigenwilliger an!
Ich möchte Euch gerne einige meiner ganz persönlichen Hymnen vorstellen. Ihr nennt mir im Gegenzug Eure Songs, bei denen Ihr lachen, weinen, traurig sein oder einfach nur chillen könnt. Vielen Dank übrigens an dieser Stelle für Eure interessanten Rückmeldungen, die Ihr mir bisher geschickt habt. Wie Ihr feststellen werdet, nehme ich Eure Impulse gerne auf.
Hier kommen als erste Pink Floyd... mmmmhhh...
Sie gehören zur nächsten Generation und haben sich mit den meisten ihrer Songs unsterblich gemacht. Queen und Freddie Mercury.
Sa
18
Dez
2010
Instrumentalisch - das ist heute unser Motto.
Es gibt beachtlich viele wundervolle Meister ihrer Klasse, die mit ihren Instrumenten Wunderbares zustandebringen, mit ihrer (Big) Band zusammen, dass eine menschliche Stimme das Klangbild förmlich stören würde.
In dieses Thema mischen sich konsequenterweise auch die Filmmusiken ein - den einprägsamen Instrumentalstücken nachhaltig in Erinnerung bleibender Filme wollen wir uns demnächst separat zuwenden.
Einen dieser Meister, und zwar auf der Trompete, haben wir hier. Ihr kennt ihn, oder? Ich würde ihn mal als den Urvater der modernen Instrumentalmusik bezeichnen - Herb Alpert.
Mit Virtuosität und einem sehr eigenen Sound, der sich von allem bis dahin Dagewesenen abhob, verschaffte er sich auch Gehör beim Mainstream-Publikum.
Sa
11
Dez
2010
Kennt Ihr die Drohung: "Dir werde ich die Flötentöne schon noch beibringen!"? Nie gehört? Ich schon. Bei einem Wildfang, der ich als Kind war, war das wohl der Versuch einer Zähmung. Netter Versuch!
Später verband ich mit Flötentönen eher sphärische Klänge, himmlische Töne. Geburtshelfer bei derlei musikalischen Wahrnehmungen waren.., nein, keine Drogen, sondern musikalische Vertreter, die solch sphärische Instrumente beherrschten.
Auch wenn Ihr jetzt anfangt zu lachen - ich habe mir 1972, als ich das erste Mal in England war, in einem Londoner Kaufhaus eine LP (Langspielplatte) von den Royal Scots Dragoon Guards gekauft, weil mich diese Dudelsäcke einfach fasziniert haben. Über den Kaufhaus-Lautsprecher - kann sogar sein, dass es das Harrod's war - hörte ich dieses Amazing Grace, machte die Schallplatten-Abteilung ausfindig und kaufte die Scheibe.
Ihr müsst es Euch ja nicht anhören, wenn Ihr nicht wollt. Aber vorstellen möchte ich Euch die Dudelsack-Profis doch, denn sie haben seinerzeit immerhin die Charts gestürmt:
Sa
04
Dez
2010
Erinnerung vergoldet, sagt der Volksmund. Stimmt. Wenn etwas vergoldet ist, steigert das seinen Wert. So ist das nun mal.
Etwas Goldenes oder Vergoldetes ist somit etwas wirklich Besonderes. Wie besonders, das entscheiden die jeweilige Wahrnehmung und die Empfindung des Menschen, den es gerade betrifft.
In der Musik ist es natürlich genauso. Außer den durch die Erinnerung auf diese Weise vergoldeten Songs gibt es aber auch solche, die von vornherein mit goldenem Sternenstaub daherkommen. Diese Songs wollen wir uns heute anhören.
Zunächst der Klassiker, der sich - wie auch ein deutsches Sprichwort - der Aussage widmet, dass Schweigen Gold ist oder sein kann...
Geschwiegen wurde tatsächlich oft beim Tanzen auf diesen Song, denn Schmusekurs oder besser Schmusetanz war angesagt, wenn die ersten Takte des Jahrhundert-Hits der Tremeloes zu hören waren.
Als nächsten musikalischen Goldschmied wollen wir Neil Young in Erinnerung rufen, und zwar mit einem Song, der die - goldenen - Herzen mehrerer Generationen berührt (hat).
Als er seinerzeit in den Hitparaden quasi einen Gegenpart darstellte zu den harten Rockgruppen, sah ich sogar Männerherzen schmilzen und ihrer Liebsten aus dem Augenwinkel einen Blick zuwerfen, der Einwilligung verhieß, endlich ihrem Drängen nachzugeben und mit ihr auf die Tanzfläche zu schleichen, Hand in Hand zum Wange-an-Wange-Schaukeln.
So
28
Nov
2010
Zur Lebensfreude gehört einfach eine Prise Verrücktheit, zu der jene Phänomene zählen, die sich ein Stück weit "abseits der Norm" bewegen - wie sie zum Beispiel Namen, Titel, Verhaltensweisen darstellen können. Das gilt besonders für die Musik. Oder wie seht Ihr das?
Heute wollen wir uns diesen Verrückt- und Abgerücktheiten widmen und dabei schauen - und hören natürlich -, wie die Wirkung auf uns ist, vielleicht besonders bei den Songs oder Clips, die wir noch gar nicht kannten oder die schon sooooo lange her sind...
Fangen wir doch mal mit einem abgedrehten Bandnamen an: Dave, Dee, Dozy, Beaky, Mick, and Tich und mit ihrem Chartbuster "The Legend of Xanadu". Ihr werdet mir Recht geben, dass hier einiges verrückt wirkt, vor allem aus heutiger Sicht, oder? Frisuren, Outfits...
Einfach herrlich. Ich erinnere mich daran, dass unsere Clique damals nach einem bewegten Abend auf dem Nachhauseweg durch den Park zog und diesen Song grölte, abwechselnd und gemeinsam: "You'll hear my voice, on the wind, 'cross the sand...", und all' unsere jugendlichen Sehnsüchte hatten eine Melodie gefunden...
Beim besten Willen fällt mir kein anderer Song ein, in dem eine Peitsche beteiligt ist. Kennt Ihr einen? Dann lasst es mich wissen!
Tja, kommen wir zum nächsten absonderlichen Namen, den für einen Song, für den ich 1966 meilenweit gegangen wäre. Wenn auf Radio Luxemburg die Hitparade kam, mittwochs, glaube ich, dann kauerte ich vor dem alten Radio meiner Eltern wie ein Stallhase vor dem Futternapf. Der Empfang des Röhrengerätes war unterschiedlich schlecht, es rauschte, knisterte, schepperte, und ich hatte Mühe, den Text mitzubekommen und auswendig zu lernen.
Letztlich habe ich die Scheibe mein eigen nennen können. Mein Taschengeld war knapp, aber ich habe mich nach der 5-Mark-Investition gefühlt wie eine Königin. Hier kommt Manfred Mann mit ...
So
21
Nov
2010
Zu zweit macht vieles bedeutend mehr Freude als allein. Das haben in der Musikgeschichte auch viele MusikerInnen festgestellt und mit ihrem Partner gemeinsam Songs geschrieben und gesungen.
Andere haben sich beim Musikmachen gefunden und gemeinsam weitergemacht.
Was vielversprechend begann, verlief jedoch nicht immer wie erhofft. Ruhm hat seinen Preis, und so einige Partnerschaften haben die Musikkarriere nicht lange überlebt. Es gibt eben keine Garantie für Entwicklungen im Zwischenmenschlichen, auch nicht in der Musik.
Fangen wir mal an mit Esther und Abi Ofarim. Kennt Ihr sie (noch)? Sie haben sich mit ihrem Morning of my Life seinerzeit in die Herzen der Menschen gesungen. Von 1963 bis 1968 konnten sie gemeinsame Erfolge feiern; 1970 wurden Esther und Abi geschieden und gingen auch musikalisch getrennte Wege.
Sie begannen ihre Weltkarriere auch gemeinsam, bis sie sich von ihm förmlich befreien konnte: Ike und Tina Turner. Welche Klippen Tina überwinden musste, bevor sie ihren großen Erfolg hatte, der ihr ungebrochen bis heute treu geblieben ist (wir alle wissen, warum, sie ist einfach genial!), das zeigt beeindruckend ihre Biografie auf, die 1993 verfilmt wurde.
So
14
Nov
2010
Ja, heute wird aufgetischt! Alle Welt scheint sich zur Zeit besonders intensiv mit dem zu befassen, was wir essen und trinken. Die ARD hat sich jüngst sogar im Rahmen einer ganzen Themenwoche des
Themas Essen und Trinken angenommen, und da wollen wir doch nicht nachstehen!
Die wichtigsten Dinge zuerst. Was brauchen wir an Grundnahrungsmitteln? Da wäre zunächst einmal Milch, zumindest bei uns Kuhmilch-orientierten Westeuropäern. Und damit wären wir auch schon bei
Herman's Hermits:
Jetzt eine ordentliche Tasse Kaffee, damit es ein guter Start in den Tag wird. Die gießen uns Mike & The Mechanics ein, eine Kaffeesorte, die wir hier nicht zum ersten Mal genießen.
So
07
Nov
2010
Ist Euch auch schon mal aufgefallen, dass es in der Musikwelt sehr viele gemeinsam rockende Geschwister gibt? Es bietet sich förmlich an, werdet Ihr jetzt sagen. Stimmt, zumindest, wenn es ein gewisses Grundinteresse in der Familie gibt.
Geschwister entwickeln gemeinsame Interessen, und sei es um einander besser ertragen zu können. Man streitet, ist aufeinander angewiesen, wird von den Eltern im Doppel- oder Mehrfachpack zur Rechenschaft gezogen, man ist unterschiedlich, will sich vom anderen abgrenzen, muss vielleicht sogar das Zimmer miteinander teilen!
Auszugehen ist also von einer Art Zwangs- und Zweckgemeinschaft, die – wenn es gut läuft – dazu führt, dass man einander akzeptiert, vertraut und vielleicht sogar entdeckt, dass man sich - letztlich oder irgendwann - bedingungslos auf den anderen verlassen kann.
Die Bandbreite des Geschwisterseins mit Ups and Downs kann man sicher auch bei MusikerInnen voraussetzen. Viele musikalische Geschwister haben es nicht immer leicht miteinander gehabt, so nachzulesen auch bei Wikipedia.
Was aber musikalisch dabei allein in der Nachkriegs-Musikgeschichte
herausgekommen ist – wir haben der geschwisterlichen Kreavitität etliche
Sternstunden zu verdanken!
Wenn ich hier nicht weiter auf Tokio-Hotel und die Kaulitz-Brüder eingehe, nimmt mir das keiner übel..., oder?
Fangen wir doch einfach mal mit Creedence Clearwater Revival an. Ich schließe mich dem an, was ein YouTube-Nutzer geschrieben hat: CCR rocks!
Di
02
Nov
2010
Heute heißt es: Licht aus, Spot an und auf die rockenden Mädels gerichtet, die zur Generation Sixties, Drugs and Rock'n Roll gehören. Viele musikalische Ladykracher sind es schon, sind älter als oder werden demnächst 60 Jahre alt.
Am Donnerstag haben wir bereits mit unserem Sofdy Annette Humpe gehuldigt, die am 28. Oktober ja, auch 60 wurde. Sie ist ein gutes Beispiel für die MusikerInnen, die in der Lebensmitte nochmal so richtig durchgestartet sind.
Hier jemand, der ihr auf besondere Weise gratuliert und eine interessante
Zusammenstellung ertüftelt hat:
Sa
16
Okt
2010
Mit dem heutigen Newsletter wollen wir Euch eine neue Kolumne vorstellen: TOP Sigrid erscheint ab sofort wöchentlich unter www.musikdach.de/top-sigrid.
Hier werdet Ihr von mir, Eurer Musikdach-Redakteurin Sigrid, zu verschiedenen Streifzügen quer durch die Musikgeschichte mitgenommen, bei der schonungslos alles, was „top secret“ ist, aufgedeckt
wird ;) . Wir stoßen Euch auf revolutionierende Ereignisse, solche zum Beispiel aufgrund der Tatsache, dass in deutschen Wohnzimmern vor 60 Jahren das Fernsehen Einzug hielt und fortan mit
Musiksendungen ein noch größeres Publikum erreichte.
Bis dahin hatten sich musikalische Revolutionen live und im Radio abgespielt. Nun jedoch musste nicht mehr vor den Radios gekauert werden, um Elvis Presley und die Beatles mit den Ohren zu verschlingen, sondern man konnte seine Idole dazu in Aktion
sehen. In schwarz-weiß, ein großartiges Feeling – bewegte und bewegende Musik(er)!