11/06/2015 - James Last: Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung

Auf kaum einen Musiker im deutsch-sprachigen Raum trifft die Aussage derart zu wie bei ihm: "Ihn kennt so gut wie jedes Kind."

Nun ist der Altmeister des unnachahmlichen und unverkennbaren deutschen Happy-Sounds gestorben.


James Last war ein deutscher Bandleader, Komponist, Arrangeur und Musikproduzent. Er prägte mit seinem 40-köpfigen Orchester den zur Stilrichtung des Easy Listening gehörenden „Happy Sound“, mit dem er ab 1965 rund zwei Jahrzehnte lang einen so großen Erfolg hatte, dass er zeitweise für nahezu 30 Prozent der Schallplattenverkäufe von Polydor Deutschland sorgte.


Zu Beginn orientierte sich Last an Bert Kaempfert und hatte versucht, mit den gleichen Musikern den gleichen Sound zu erzeugen...

... entstand dann der eigene Sound, den man bereits auf Non Stop Dancing '65 hören konnte.

Die Standardbesetzung des Orchesters besteht aus 4 Trompeten, 3 Posaunen, 2 Saxophonen oder Flöten, Piano oder Orgel, 2 Gitarren, Bass, Schlagzeug, Percussion, Streicher und Chor. Das Arrangement erweckt den Eindruck, es würde unisono gespielt.


Tatsächlich sind viele Passagen aber mehrstimmig gehalten. Gitarre und Bass können sich im Rahmen der Harmonien frei entfalten und auch die Bläser dürfen etwas improvisieren – wobei sie schon so lange zusammenspielen, dass ein perfekter Klang entsteht...

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James Last konzentrierte sich bei seinen Arrangements immer auf das Wesentliche, seine Kunst lag vor allem im Weglassen. Niemals spielte der Gedanke eine Rolle, alle Instrumente im Orchester müssten gleichmäßig beschäftigt sein.


Aufgrund der Nähe der Streichinstrumente zur menschlichen Stimme behandelte James Last sie entsprechend. Er gab ihnen die gleichen Phrasierungen und Atembögen wie den Sängern. [Quelle: Wikipedia]


Einen guten sommerlichen Donnerstag wünschen wir Euch. Vielleicht hat er ja tatsächlich Donner und Blitz im Gepäck, aber dann - so hoffen wir - erst abends.

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