19/02/2016 - Doug Seegers feat. Jill Johnson & Magnus Carlson: Going Down To The River

Habt Ihr Lust auf ein Märchen? Also, ein echtes Märchen, eines, das sich tatsächlich ereignete? Vielleicht habt Ihr schon von ihm gehört oder gelesen. Es begann vor ungefähr zwei Jahren.

 

Doug Seegers, Jahrgang 1952, war nicht mal Tellerwäscher, er war Obdachloser in Nashville. Drogen, Alkohol, Brücke, Suppenküche. Das ganze Programm. Mehr als 15 Jahre lebt er damals schon in der Stadt, hat New York verlassen, in der seine Ex-Frau und seine beiden Kinder wohnen.

 

In Nashville will er wieder Countrymusik machen wie früher, als er in Austin unter dem Namen Duke The Drifter aufgetreten ist. Doch das geht schief, er schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch und landet auf der Straße. [Quelle: rp-online.de]

 

Wenige Monate nach dem kalten Entzug kam eine Freundin auf ihn zu. Stacy Downey leitet in Nashville "The Little Pantry That Could", eine Art Tante-Emma-Laden für Menschen in Not. Ein schwedisches Fernsehteam hatte Downey kontaktiert. Für eine Ausgabe der mehrteiligen Musikdoku-Reihe "Jills Veranda" suchten sie nach Countrymusikern, die in Nashville gescheitert waren. Ihr erster Kandidat hatte sich wegen seines Alkoholproblems nur als bedingt kameratauglich erwiesen...

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Downey fragte Seegers, ob er einspringen wolle. Der sagte Nein. Mehrmals. Um dann einige Tage später doch mit der Gitarre vor "The Little Pantry That Could" aufzukreuzen. Er setzte sich in einer Seitenstraße ins Gras, und Jill Johnson, Glamourgirl der schwedischen Countrymusikszene und Gastgeberin von "Jills Veranda" und Magnus Carlson, Sänger der schwedischen Indie-Band Weeping Willows, hockten sich vor ihn.

 

Die Kameras liefen, und Seegers, der Obdachlose, sang für die Fernsehprofis aus Europa darüber, wie man aus dem Dreck, in dem man steckt, wieder rauskommt: "Ich gehe runter zum Fluss, meine Seele reinwaschen." [Quelle: sueddeutsche.de]

 

... und damit wünschen wir Euch einen märchenhaften Freitag.

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