20/03/2017 - Chuck Berry: Johnny B. Goode

"Without Chuck Berry there's no Keith Richards, no Johnny Thunders, no Jimi Hendrix. Without Jimi Hendrix there's no Ritchie Blackmore and no Fast Eddie. With no Fast Eddie there's no Motörhead, with no Motörhead there's no Cromags, no Venom, no Metallica . Without Chuck Berry there is nothing but a wasteland. RIP The Godfather of Rock & Roll." 

 

Mit diesem Zitat bringt The New York Hardcore Chronicles Page alles, was zu dem Tod des 90-jährigen echten King of Rock'n Roll zu sagen ist, auf den Punkt. Punkt. 

 

Der heutige Sofdy dürfte wie kein zweiter Song die Geburt des Rock'n Roll auf jeder Gitarrensaite verkörpern:

 

Johnny B. Goode gilt als eines der ersten Rock-’n’-Roll-Stücke. Es wurde 1955 von Chuck Berry für Johnnie Johnson verfasst und 1958 zum ersten Mal veröffentlicht.Der gut zweieinhalb Minuten lange Titel repräsentiert den American Dream. Er erzählt die Geschichte eines armen Jungen vom Lande, der nie in den Genuss einer guten Schulausbildung kam, aber ein sehr talentierter Gitarrenspieler ist und dessen Mutter ihm eine große Karriere vorhersagt. Der Refrain verewigt dabei den Ansporn der Mutter. Chuck Berry stammt aus einfachen Verhältnissen und ließ bereits in jungen Jahren seine Fähigkeiten zum Gitarrenspiel erkennen. Er kommentierte den persönlichen Gehalt des Songs in seiner Autobiografie:

 

„Johnny in dem Lied bin mehr oder weniger ich selbst, obwohl es ein Lied für Johnnie Johnson sein sollte. Ich habe die Voraussagen, die meine Mutter über mich gemacht hatte, verändert und eine Geschichte erfunden, die parallel lief (…) Wie sich herausstellte, stand mein Name eines Tages tatsächlich in Leuchtbuchstaben geschrieben und es ist eine Tatsache, daß dies hauptsächlich Johnny B. Goode zuzuschreiben ist.“ 

 

Drei weitere Fakten zu diesem Song, der sage und schreibe seit über 60 Jahren rockt:

  • Johnny B. Goode gehört zu einer ausgewählten Sammlung repräsentativer Musikstücke auf dem Datenträger Voyager Golden Record, der den Raumsonden Voyager 1 und Voyager 2 beigelegt wurde, um eine mögliche außerirdische Spezies beim Auffinden der Sonden über die Existenz der Menschheit zu informieren.
  • Das Lied spielt auch eine Rolle im Kinofilm Zurück in die Zukunft. Dort reist der Protagonist Marty McFly in das Jahr 1955 und spielt dort auf einer Veranstaltung das Lied Johnny B. Goode. Dabei wird suggeriert, dass Chuck Berry erst durch diesen Auftritt die Idee für sein Lied bekommen hätte, was eine Zeitschleife wäre.
  • Das Magazin Rolling Stone wählte den Song 2004 auf Platz 7 der 500 besten Songs aller Zeiten und kürte ihn 2008 zum besten Gitarrensong aller Zeiten.

Chuck Berry gilt als wichtiger Impulsgeber für die Entstehung der Beatmusik und als Erfinder des Duckwalks. Wohl eines der berühmtesten Gitarren-Intros überhaupt ist eben das von Johnny B. Goode, das von der Terz zur Oktave aufsteigt, dann abfällt und mit einem Staccato von Grundton und Quinte Spannung aufbaut. Danach folgen vier Takte auf einem Ton, der Quinte, die er synkopisch verschoben abwechselnd auf der G-Saite von der Quarte hochgezogen und auf der h-Saite gerade anschlägt. Dieser Effekt wurde in den Folgejahren häufig von anderen Gitarristen kopiert.

 

Großen Einfluss hatten auch die Texte, die er zu seinen Liedern schrieb. Durch seine bürgerliche Herkunft mit Literatur, Theater und Bibel vertraut, machte er durch hintergründige und sprachverliebte Lyrik anspruchsvollere Texte für den Pop salonfähig und inspirierte maßgeblich die Frühwerke von Bob Dylan, Mick Jagger und John Lennon, mit dem er auch eine Live-Version von Johnny B. Goode gemeinsam aufführte (siehe unten). 

 

Lennon sagte übrigens einmal: "If you had to give Rock 'n' Roll another name, you might call it Chuck Berry." Wie sich das hier und heute, jetzt und live anhört, das könnt Ihr in den u.g. Videos genießen. 

 

We will always rock you, Chuck.

 

No. 

 

You will always rock us, Chuck.

 

And yes.

 

We will always love you, Chuck. 

 

Rest in Rock.

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